BMW mit Peter Hickman beim EWC-Finale in Estoril

Von Tim Althof
Endurance-WM
Peter Hickman wird erstmals ein Rennen für BMW Endurance fahren

Peter Hickman wird erstmals ein Rennen für BMW Endurance fahren

Weil Ilya Mikhalchik am kommenden Wochenende bei der IDM am Hockenheimring am Start stehen wird, setzt das BMW-Werksteam beim Finale der Langstrecken-WM auf Peter Hickman, Markus Reiterberger und Kenny Foray.

Das BMW Motorrad World Endurance Team erlebte zuletzt beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans einen Albtraum. Zwölf Minuten vor dem Ende des anspruchsvollen Laufs der Langstrecken-WM schied die Mannschaft, um Teamchef Werner Daemen, auf Platz 5 liegend aus dem Rennen aus. Ilya Mikhalchik warf die S 1000 RR in Kurve 1 bei hoher Geschwindigkeit in den Kies, Motorrad und Fahrer waren stark angeschlagen, die Punkte verloren.

Der zweifache IDM-Champion wird beim 12-Stunden-Rennen in Estoril nicht im Sattel des BMW-Werksbikes sitzen, weil er am Wochenende noch die theoretische Chance hat, Jonas Folger vom ersten IDM Superbike-Titel abzuhalten. Neben Markus Reiterberger und Kenny Foray wird der schnellste Roadracer der Welt, Peter Hickman, auf dem Motorrad platznehmen und gemeinsam mit seinen Teamkollegen versuchen, die verlorenen Punkte des letzten Laufs aufzuholen.

In der Gesamtwertung liegt die Mannschaft nur fünf Punkte hinter dem zweitplatzierten Honda-Werksteam und punktgleich mit Yamaha Austria auf Rang 4. Suzuki Endurance ist mit 45 Punkten Vorsprung an der Spitze, maximal sind noch 67,5 Punkte zu vergeben. «Nach unserem späten Ausfall in Le Mans sind wir zu 100 Prozent motiviert, in Estoril wieder ganz vorne mitzumischen. Wir werden alles geben, und ich denke, dass wir dicht an der Spitze dran sind. Das Podium ist ganz klar das Ziel – im Rennen ebenso wie in der Meisterschaft», versicherte Werner Daemen am Montag.

«Vor genau einem Jahr sind wir beim Bol d’Or in Le Castellet in unsere Debütsaison in der EWC gestartet», betonte Marc Bongers, BMW Motorrad Motorsport Direktor und fügte an: «Auch wenn die Saison Corona-bedingt nicht wie geplant durchgeführt werden konnte, fällt unsere bisherige Bilanz sehr positiv aus. Wir haben uns als Rookies in allen drei Rennen, die bisher ausgetragen wurden, stark präsentiert und gezeigt, dass wir im Feld der weltbesten Teams von Anfang an ein Wörtchen mitreden konnten. Das Team leistet hochprofessionelle Arbeit, die BMW S 1000 RR war aus dem Stand konkurrenzfähig, und mit unseren Fahrern sind wir ebenfalls sehr stark aufgestellt.»

Der dreifache IDM Superbike-Champion Markus Reiterberger freut sich auf seinen letzten Auftritt in dieser Saison, nachdem die ARRC-Meisterschaft, in der er ebenfalls am Start stand, vorzeitig beendet wurde. «Ein 12-Stunden-Rennen ist eine Mischung aus einem 8-Stunden-Rennen, das mehr ein Sprint ist, und einem 24-Stunden-Rennen, in dem es auf Haltbarkeit, Langlebigkeit und auch die nötige Vorsicht ankommt. In einem 12-Stunden-Rennen muss man alles geben und in jeder Runde wirklich fokussiert das Maximum herausholen. Das Bike muss für alle drei Fahrer einfach zu fahren und gleichzeitig schnell sein. Wir arbeiten hart daran, ich hoffe uns gelingt das, und wir wollen ganz nach oben», sagte der 26-Jährige.

Endurance-Spezialist Kenny Foray freut sich auf seinen ersten EWC-Auftritt auf der 4,182 Kilometer langen Strecke in Portugal, das Ziel ist klar formuliert: «Es wäre großartig, auf das Podium zu fahren, und ein Sieg wäre perfekt.»

Hickman setzt ebenfalls alles auf eine Karte. Der Engländer, der bereits fünf Mal die TT auf der Isle of Man gewinnen konnte, möchte bei seinem ersten Renneinsatz für BMW den Sieg holen. «Es ist eine tolle Strecke. Niemand hat dort getestet, von daher haben alle die gleichen Voraussetzungen, und das ist gut», betonte der 33-Jährige. «Ich glaube, es ist immer noch möglich, dass das Team die Weltmeisterschaft gewinnt. Das Ziel lautet also, den Sieg zu holen und dann zu sehen, wie die Situation ist. Ich freue mich darauf, zum Team zurückzukehren. In Le Mans habe ich einen ersten Vorgeschmack bekommen. Ich bin zwar im Rennen selbst nicht gefahren, aber in den Trainings und Qualifyings.»

Gesamtwertung EWC (nach 3 von 4 Rennen)
1. Suzuki Endurance Racing Team, 127 Punkte. 2. F.C.C. TSR Honda, 87. 3. YART Yamaha, 82. 4. BMW Motorrad World Endurance Team, 82. 5. Webike SRC Kawasaki, 80. 6. Wójcik Racing Team, 70. 7. VRD Igol Pierret Experiences, 62. Ferner: 9. Maco Racing, 46. 11. Bolliger Team Switzerland, 30. 18. ERC-Endurance, 14. 19. Motobox Kremer Racing #65, 13. 25. Zuff Racing Honda Swiss, 8. 26. Bertl K Racing, 8.

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