Kritik nach dem Erzbergrodeo: Die FIM reagiert
Am kommenden Wochenende findet im italienischen Abestone der vierte Event zur Hard-Enduro-WM statt. Der Motorrad-Weltverband FIM bekam nach dem Erzbergrodeo einiges ins Aufgabenbuch geschrieben.
Wer die Resultate der ersten drei Rennen zur Hard-Enduro-WM verfolgt hat, also Minus 400 in Israel, Xross in Serbien und das Erzbergrodeo in Österreich, dem werden einige Unstimmigkeiten aufgefallen sein. So wurde die WM-Rangliste auf der offiziellen Website der Meisterschaft beispielsweise erst drei Tage nach dem offiziellen Ergebnis des Erzbergrodeos aktualisiert.
Was einer Weltmeisterschaft unwürdig erscheint, lässt sich erklären: In den Rennen werden jedem Fahrer GPS-Tracker mitgegeben. Über diese lässt sich einerseits die Stimmigkeit der offiziellen Ergebnisse und Scanner-Daten der jeweiligen Veranstalter verifizieren und andererseits eventuelle Einsprüche und Beschwerden besser nachvollziehen.
Die Auswertung der GPS-Daten von 500 Teilnehmern im Fall des Erzbergrodeos ist nicht innerhalb kurzer Zeit zu erledigen. Zwar wird beispielsweise bei den Red Bull Romaniacs seit vielen Jahren demonstriert, dass dies auch bei solchen Teilnehmerzahlen durchaus möglich ist, jedoch hat man dort ein entsprechend dimensioniertes Team, das über langjährige Erfahrung verfügt.
Darüber hinaus fiel insbesondere bei den Ergebnislisten
Der Grund ist, dass Hart zwar im Besitz einer gültigen FIM-Lizenz ist, sich allerdings nicht in die Hard-Enduro-Weltmeisterschaft eingeschrieben hatte und somit bislang nicht in den Ergebnis- und Ranglisten geführt wurde.
Als Lösung wird man in Zukunft in den Ergebnislisten der Rennen die tatsächlichen Ergebnisse ausweisen, aber die Fahrer entsprechend markieren – als in die WM eingeschrieben oder nicht. Nicht eingeschriebene Fahrer erhalten folgerichtig keine WM-Punkte, daher hat Billy Bolt als Viertplatzierter des Erzbergrodeos die 15 Punkte für den Drittplatzierten eines WM-Laufs erhalten.
Zu beachten ist, dass es dieser Sport – wie kaum ein anderer – Amateuren ermöglicht, im selben Rennen mit den Profis anzutreten und sich mit diesen auf den identischen Tracks zu messen.
Ergebnisse Red Bull Erzbergrodeo:
1.Manuel Lettenbichler (D, KTM), 2:58,51Stunden
2. Mario Roman (E, Sherco), 3:02,17
3. Trystan Hart (CND, KTM), 3:11,53
4. Billy Bolt (GB, Husqvarna), 3:18,25
5. Alfredo Gomez (E, GASGAS), 3:20,30
6. Michael Walkner (A, GAGGAS), 3:40,32
7. Wade Young (ZA, Sherco), 3:55,13
8. Matthew Green (ZA, KTM), 3:55,54
WM-Stand nach 3 von 8 Events: 1. Billy Bolt (Husqvarna), 45 Punkte. 2. Mario Roman (Sherco), 43. 3. Manuel Lettenbichler (KTM), 40. 4. Graham Jarvis (Husqvarna), 37. 5. Teodor Kabakchiev (KTM), 35. 6. Alfredo Gomez (GASGAS), 33. 7. Wade Young (Sherco), 32. 8. Michael Walkner (GASGAS), 29. 9. David Cyprian (KTM), 16. 10. Matthew Green (KTM), 16.
Kalender Hard-Enduro-WM:
5.–7. April Minus 400 / Israel
18.–21. Mai Xross / Serbien
16.–19. Juni Red Bull Erzbergrodeo / Österreich
9.–10. Juli Red Bull Abestone / Italien
26.–30. Juli Red Bull Romaniacs / Rumänien
13.–14. August Red Bull TKO / USA
27.–28. August Red Bull Outliers / Kanada
7.–9. Oktober Hixpania Hard Enduro / Spanien
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