Bergmeister / Cunill Sieger in Lauf 1 der GT3 EM

Von Christian Freyer
FIA GT3
Auf dem Weg zum ersten GT3 EM Sieg

Auf dem Weg zum ersten GT3 EM Sieg

Mit Porsche, Corvette und Lamborghini landeten drei verschiedene Marken beim ersten Lauf in Silverstone auf dem Podium.

Von einer extrem späten Startfreigabe ließ sich ARGO Racing Startfahrer Philip Geipel nicht beirren und gewann das Duell um die erste Kurve. Es folgten Daniel Keilwitz (Callaway Corvette), Jose Luis Cunill (Trackspeed Porsche) , Joe Osborne (Mühlner Porsche) und Albert von Thurn und Taxis im zweiten ARGO Gallardo. Während der Großteil des Feldes schadlos durch die erste Runde kam, räumte Manu Rodrigues (Hexis Aston Martin) den Audi von Kenneth Heyer ab. Rodrigues musste mit Reifenschaden vorne rechts an der Box aufgeben, Heyer kam noch bis Runde 6. Dann rollte der Rosberg R8 LMS mit starker Rauchentwicklung aus dem Heck aus. «Nach dem Unfall hatte ich sofort Probleme mit den Temperaturen» erzählte Kenneth Heyer enttäuscht an der Box. Für das Rennen am Sonntag versucht sich die Rosberg Mannschaft an der Reparatur.

Geipel flog derweil unbehelligt vorne weg, als der zweitplatzierte Keilwitz in Not geriet. Probleme mit dem V8 Triebwerk mit Wasseraustritt zwangen ihn ins Aus. Cunill erbte Rang 2 vor Osborne und Lambotte (Graff Racing Corvette), der sich zwischenzeitlich an Albert von Thurn und Taxis vorbei geschoben hatte. Die Positionen waren bis zu den Pflichtstopps ab Runde 25 bezogen. Geipel blieb bis kurz vor Toresschluss auf der Strecke und übergab dann an Ellen Lohr. ARGO Racing fertigte Fristgerecht ab und schickte Lohr wieder in Führung auf die Strecke. Die Verfolgergruppe bestand aus Mike Parisy (Graff Corvette), Tim Bergmeister (Trackspeed Porsche) und Gilles Vannelet (Mühlner Porsche). Parisy und Bergmeister robbten sich Runde um Runde an Lohr heran

13 Minuten vor Schluss war Lohr dann fällig. Mike Parisy ging in Führung und konnte sich leicht absetzen. Auch Tim Bergmeister konnte sich am Gallardo vorbeischieben und die zweite Position übernehmen. Hinter Vannelet (P4) kam nun auch etwas Leben ins Feld. Diego Alessi (Chad Racing Ferrari) musste sich einem stark nach vorn drängenden Dino Lunardi (Seiler Corvette) erwehren. Lunardi nutzte den Drehmomentvorteil seiner Corvette, ging an Alessi vorbei und machte Jagd auf die Spitzengruppe. Ellen Lohr verlor nach einem Dreher Boden auf Parisy und Bergmeister, konnte aber Rang 3 halten. Dramatik dann kurz vor Schluss. Parisy wurde schlagartig langsamer und rollte kraftlos und unbelohnt aus. Tim Bergmeister erbte die Führung und sicherte diese bis ins Ziel. Dino Lunardi war inzwischen an Ellen Lohr vorbei gefahren und kam zusammen mit Co Toni Seiler auf dem zweiten Rang ins Ziel. Lohr / Geipel wurden Dritte.

«Ich habe am Anfang versucht mit der Spitze mit zu fahren, aber das angeschlagene Tempo war zu hoch für mich» gestand der Supercup erfahrene Cunill nach dem Rennen. «Daher habe ich mich dann auf meine Pace konzentriert.» Tim Bergmeister holte ebenso wie Cunill seinen ersten FIA GT3 EM Sieg. «Das Auto war heute sehr gut. Rang 2 hatten wir sicher, der Ausfall der Corvette hat uns dann den Sieg beschert.»

Mit großer Vorsicht mussten Seiler / Lunardi ans Rennen gehen: «Wir durften nicht zu aggressiv fahren um die Reifen nicht zu früh zu strapazieren», so Seiler. «Dazu mussten wir auf den Sprit aufpassen, das ist in Silverstone immer ein Problem», ergänzte Dino Lunardi. «Die letzten 10 Minuten sind hier im Rennen immer entscheidend.»

Ein sehr gutes Debüt legte die ARGO Racing Crew in Silverstone ab. «Es war sicher schwierig den Mittelweg aus hohem Tempo und Reifen schonen zu finden» analysierte Philip Geipel. «Aber ich konnte vorne eine gute Pace gehen ohne die Reifen oder das Auto zu überfahren.» Ellen Lohr lobte Teamkollege Geipel: «Philip war heute unglaublich schnell. Ich bin sehr froh, dass wir das Rennen auf dem Podium beenden konnten. Leider habe ich mich einmal beim anbremsen gedreht. Da ich mit Links bremse bin ich nicht schnell genug auf die Kupplung gestiegen und mir ist dann der Motor ausgegangen, das hat leider etwas Zeit gekostet.»

Claudia Hürtgen wurde im Schubert BMW Z4 auf Rang 6 abgewunken, Albert von Thurn und Taxis kam auf Platz 7 ins Ziel., Michael Ammermüller blieb mit Rang 10 außerhalb der Punkte, ebenso wie Marco Holzer (P9) und Jürgen Häring (Rang 12)

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