Mega-Clou: Neel Jani/André Lotterer im LMP1-Rebellion

Von Oliver Müller
FIA WEC
Haben Spaß mit dem Mobiltelefon: André Lotterer (li.) und Neel Jani

Haben Spaß mit dem Mobiltelefon: André Lotterer (li.) und Neel Jani

Rebellion Racing kehrt 2018 in die LMP1-Klasse der Sportwagen-WM (FIA WEC) zurück. Dabei werden auch die Ex-Porsche-LMP1-Piloten Neel Jani und André Lotterer im Cockpit sitzen. Vier weitere Top-Piloten mit an Bord.

Nach dem Ausstieg von Audi und Porsche wird Toyota bekanntermaßen als einziges Werksteam der LMP1-Klasse der FIA WEC erhalten bleiben. Dennoch könnte es in der Super-Saison 2018/19 spannende Rennen an der Spitze des WEC-Feldes geben. Denn mit Rebellion Racing hat sich eine ganz große Nummer der Privat-Team-Front nun in die LMP1-Kategorie zurückgemeldet. Die anglo-Schweizer Truppe wird in der nächsten Saison zwei Wagen in der Sportwagen-Königsklasse einsetzen. Um welche Chassis-Motoren-Konfiguration es sich dabei handelt, soll auf dem Genfer Auto-Salon im März 2018 verkündet werden.

Was die Hoffnung nach einer spannenden LMP1-Saison tatsächlich nährt, ist die Cockpit-Besatzung, mit welcher Rebellion 2018/19 auf Toyota-Jagd gehen wird.  Das Sextett wird von keinen Geringeren als den ehemaligen Porsche-LMP1-Piloten Neel Jani und André Lotterer angeführt. «Das LMP1-Projekt ist sehr aufregend. Und bei den 24 Stunden von Le Mans bzw. in der FIA WEC weitermachen zu können, wollte ich nicht missen. Ich bin motiviert und freue mich darauf, mit großartigen Menschen dort eine tolle Zeit zu verbringen!», blickt Lotterer auf seine neue Herausforderung im privaten LMP1-Team.

«Rebellion Racing spielte eine große Rolle in meiner Karriere und half mir auch, ein Porsche-Werksfahrer zu werden. Als Porsche aus der LMP1 ausstieg, war für mich klar, dass ich wieder für Rebellion fahren wollte. Ich hoffe, dass wir mit dem neuen Reglement das Gesamtpodium in Le Mans erreichen und vielleicht mit ein bisschen Glück sogar einige Siege in der Super-Saison der WEC holen können», ergänzt Jani.

Neben den beiden Porsche-Stars, die zuletzt auch in der Formel E debütierten, werden noch vier weitere Hochkaräter in den zwei Rebellion-LMP1 sitzen. Dabei handelt es sich um Bruno Senna, Mathias Beche sowie die beiden ultraschnellen LMP-Shootingstars Gustavo Menezes und Thomas Laurent. Letztgenannter Franzose hatte im November in Bahrain sogar den LMP1-Toyota testen dürfen.

Rebellion (zunächst unter dem Namen Speedy Racing Team) ist bereits seit 2008 im LMP-Sport aktiv. Nach einer Saison in der LMP2-Klasse folgte 2009 der schrittweise Wechsel in die LMP1. Schon damals saß übrigens Neel Jani im Cockpit. Für die Saison 2014 ließ man sich bei Oreca sogar einen eigenen LMP1 bauen. Doch das R-One getaufte Gefährt hatte gegen die Hybrid-Renner von Audi, Toyota und Porsche nicht den Hauch einer Chance. So entschieden Teamgründer Alexandre Pesci und Teamchef Bart Hayden zum Ende der Saison 2016 den temporären Wechsel in die LMP2-Kategorie. Dort konnte 2017 auch der Titel in der FIA WEC eingefahren werden. Eigentlich sollte die Rebellion-LMP2-Stint mindestens zwei Saisons andauern. Doch die letzten Entwicklungen in der LMP1 haben das Team nun schneller als erwartet erneut in die Königsklasse zurückkehren lassen.

Auch weitere private Teams werden in der Super-Saison 2018/19 in der LMP1-Klasse antreten. So wird SMP Racing zwei der brandneuen BR1 einsetzen. Ebenfalls auf dieses russische Modell setzt DragonSpeed. Manor wird einen Ginetta LMP1 aufbieten. Dazu kommt noch eine weitere bislang unbekannte Ginetta-Mannschaft. Und auch das ByKolles Racing Team kommt 2018/19 mit dem ENSO CLM zurück in Kategorie.

Saisonstart die FIA WEC ist am 05. Mai 2018. Dann findet im belgischen Spa-Francorchamps das traditionsreiche 6-Stunden-Rennen statt.


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