Ricciardo: Neuer Vertrag interessant und schwierig

Von Andreas Reiners
Formel 1
Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo war zufrieden. Der Australier will 2018 um den Titel fahren, und die Testfahrten in Barcelona ermutigen ihn, dass Red Bull Racing im Vergleich zur Vorsaison einen Schritt nach vorne gemacht hat.

«Wir haben eine vernünftige Pace, und die Änderungen, die wir am Auto vorgenommen haben, waren auch positiv. Wir sind sicher besser dran als noch vor einigen Monaten», betonte er.

Und wie fällt der Vergleich zum Vorjahres-Dienstwagen aus? «Bei der Fahrzeug-Balance sind wir in etwa im gleichen Bereich, aber ich denke, wir konnten unsere Stärken weiter ausbauen und somit weiter zulegen. Natürlich gibt es noch einige Baustellen, aber wir haben ja noch Zeit, um alle Schwächen auszumerzen. Wir haben die Feinabstimmung auch noch nicht in Angriff genommen, da können wir sicher noch etwas mehr finden. Das müssen wir auch, um mit Mercedes gleichzuziehen, aber für den Moment ist es okay und ich denke, wir stehen nicht so schlecht da.»

Dass die britischen Wettbüros die Quote für seine Titelchancen mit 10:1 beziffern, findet der 28-Jährige amüsant. Er scherzt: «Ich bin kein großer Spieler und wette eigentlich selten, aber wenn einer meiner Freunde zuschaut, dann würde ich ihm raten, freche 75.000 Dollar auf meinen Titelgewinn zu setzen.»

Seine Zocker-Qualitäten stellt Ricciardo aber hinsichtlich seines Vertrags unter Beweis. Er lässt sich nicht in die Karten schauen. 2018 läuft sein Vertrag bei Red Bull Racing aus. Mit seinem Teamkollegen Max Verstappen hat der Rennstall bereits verlängert, und die Verantwortlichen machen kein Geheimnis daraus, dass sie auch mit Ricciardo verlängern wollen.

Der wiederum weiß, dass er zu den begehrtesten Fahrern im Feld gehört. Bei Ferrari (Kimi Räikkönen) und Mercedes (Valtteri Bottas) könnte nach dieser Saison ein Cockpit frei werden.

Ewig warten will Red Bull Racing nicht. «Wir haben eine Deadline mit ihm vereinbart. Sobald diese Deadline vorbei ist, werden wir sagen, ob ein Ja oder ein Nein herausgekommen ist», sagte Red-Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko Sky Sports F1. Angeblich Ende April soll eine Entscheidung fallen, Ricciardo will mindestens noch die ersten Rennen abwarten.

«Es wird interessant und es wird schwierig», kündigte der Australier an: «Ich muss diese paar Rennen abwarten. Die Saison hat noch gar nicht begonnen und es wird schon für 2019 geplant - ich bin erst einmal froh, dass die Testfahrten vorbei sind.»

«Daniel muss sicherstellen, dass er sich mit der Entscheidung für das kommende Jahr wohlfühlt», sagte Teamchef Christian Horner. Und betonte: «Auch wir haben einige Optionen.»

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