Sergey Sirotkin und Stroll: Nicht die besten Freunde

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1

Die Williams-Teamkollegen Sergey Sirotkin und Lance Stroll verbindet eine gute Arbeitsbeziehung, wie der Russe betont. «Ihr erwartet aber sicher nicht, dass wir die besten Freunde werden», stellt er gleichzeitig klar.

Das Williams-Team schickt in diesem Jahr Rookie Sergey Sirotkin und Lance Stroll auf Punktejagd. Zum Line-up der Briten gehört als dritter Fahrer auch der frühere GP-Pilot und Comeback-Kandidat Robert Kubica. Im Fahrerlager von Barcelona erklärte der 22-jährige GP-Aufsteiger, wie die Zusammenarbeit mit dem Teenager aus Montreal und dem polnischen Publikumsliebling läuft und warum er nicht davon ausgeht, im Formel-1-Feld enge Freunde zu finden.

Sergey Sirotkin, wie gut läuft die Zusammenarbeit mit Lance Stroll und Robert Kubica? Seid ihr schon ein eingespieltes Team?

Die Beziehung ist wirklich gut, aber ihr erwartet sicher nicht, dass wir die besten Freunde werden. Die Arbeitsatmosphäre ist aber gut – sowohl mit Lance als auch mit Robert, den ich schon eine ganze Weile kenne. Er ist ein sehr netter, offener Mensch und ich denke, uns alle Drei verbindet die Liebe zum Racing und das Ziel, dem Team so gut wie möglich zu helfen. Ich denke, wir sind eine gute Arbeitsgemeinschaft und ich arbeite mit Freude mit diesen Beiden zusammen.

Wieso werdet ihr nicht die besten Freunde? Liegt das an den kulturellen Unterschieden oder daran, dass ihr als Teamkollegen auch Rivalen seid?

Das hat nichts mit der Kultur oder dergleichen zu tun. Ich persönlich achte überhaupt nicht auf die kulturellen Unterschiede. Für mich zählt nur die Person an sich. Aber es ist schon so: Wir alle sind hier, um gegeneinander zu kämpfen und wir kennen uns ja auch noch nicht so lange. Ich denke keiner erwartet von zwei Teamkollegen, dass sie beste Freunde sind. Wir alle pflegen einen netten und lockeren Umgang miteinander.

Wäre eine Freundschaft vorstellbar, wenn er nicht dein Teamkollege wäre?

Ich sehe keinen Grund, warum das nicht möglich sein sollte. Ich gehöre aber nicht zu jenen Menschen, die im Fahrerlager rumlaufen und den anderen GP-Stars ihre Freundschaft anbieten.

Wenn du dir einen Teamkollegen aussuchen könntest, würdest du einen starken Fahrer bevorzugen oder hättest du lieber einen Nebenmann, bei dem du ein leichtes Spiel hast? Schliesslich wird man als Fahrer immer zuerst am Stallgefährten gemessen, der ja im gleichen Auto sitzt.

Natürlich willst du als Fahrer deinen Stallgefährten im Griff haben und ihn schlagen, aber deshalb wünscht du dir keinen, der es dir leicht macht. Ich will am liebsten neben dem Besten fahren und mich an ihm messen. Wir alle sind doch hier, um an der Weltspitze mitzukämpfen und ich denke, du weisst nur, wie gut du bist, wenn du den stärksten Fahrer an deiner Seite hast. Daran kannst du deine eigene Performance messen. Diesen zu schlagen ist zwar eine Herausforderung, aber ich geniesse den Wettbewerb und die schwierigen Aufgaben gefallen mir.

Welchen der aktuellen Fahrer würdest du als den Besten bezeichnen?

Es wäre nicht nett, jetzt einen Namen zu nennen. Wir sind hier in der Formel 1 und das heisst, es gibt ganz viele Spitzenfahrer. Es wäre also nicht sehr fair, einen herauszupicken. Hier leisten ganz viele Fahrer super Arbeit.»

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