Nigel Mansell und Emerson Fittipaldi in Silverstone

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
1987 begeisterte Nigel Mansell die britischen Fans mit seinem ersten Sieg im Heim-GP

1987 begeisterte Nigel Mansell die britischen Fans mit seinem ersten Sieg im Heim-GP

Die ehemaligen Formel-1-Champions Nigel Mansell und Emerson Fittipaldi dürfen beim 50. Grand Prix auf dem Silverstone Circuit auf die Strecke: Beide werden an allen drei Tagen im Rahmen der Jubiläumsparade ausrücken.

Mit drei Grossbritannien-GP-Siegen  auf dem Silverstone Circuit (vier insgesamt) ist Nigel Mansell der erfolgreichste britische Formel-1-Fahrer, der jemals auf dem britischen Traditionskurs ausrückte. Nun darf der heute 60-Jährige noch einmal auf dem altehrwürdigen Asphalt Gas geben. Im Rahmen der Jubiläumsparade darf er die Mansell-Mania auf den Zuschauerrängen wieder aufleben lassen.

Mansell freut sich schon auf seine Showeinlage auf jenem Rundkurs, der Gaststätte des ersten WM-Laufs von 1950 war. Der 31-fache GP-Sieger erklärt: «Silverstone ist die geistige Heimat der Formel 1 und wir alle sollten sehr stolz sein, dass auf diesem Rundkurs schon der 50. Grand Prix ausgetragen wird. Diese Strecke wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen und dank seiner Geschichte unersetzlich bleiben. Es ist immer noch eine der besten Strecken der Welt, aber auch die Fans und deren Leidenschaft machen den Grossbritannien-GP so speziell.»

Mansell, der beim Heimspiel der meisten Formel-1-Werke auch als Rennkommissar fungieren wird, erzählt: «Ich kann mich noch gut an alle meine Silverstone-Siege erinnern. Beim ersten Sieg 1987 war mein Überholmanöver an meinem damaligen Teamkollegen Nelson Piquet auf der Hangar-Geraden ausschlaggebend. Ich täuschte aussen an und zog dann Eingangs der Stowe-Kurve innen vorbei. Das war ein sehr schöner Sieg. 1991 war ein weiterer grossartiger Triumph, als alle Fans nach dem GP auf die Strecke stürmten. Das würde ich heute nicht empfehlen, doch die Euphorie brodelte einfach über. Das war einfach überwältigend, ich werde diese Bilder nie vergessen.»

Auch Emerson Fittipaldi wird die Jubiläumsparade bereichern. Der Formel-1-Weltmeister von 1972 und 1974, der den Grossbritannien-GP 1975 für sich entschied, wird im 1974er-McLaren M23 ausrücken, in dem er in Brasilien, Belgien und Kanada triumphierte und damit seinen zweiten Weltmeister-Titel einfuhr. Damit sorgte er auch für den ersten Team-Triumph in der Konstrukteurpokalwertung für McLaren.

Der 67-jährige Brasilianer erklärt: «Es ist eine Ehre, beim 50. GP-Jubiläum in Silverstone dabei zu sein, das gleichzeitig das 40-jährige Jubiläum des ersten McLaren-Titels in der Konstrukteurswertung darstellt. Ich freue mich umso mehr, als dass mir diese Ehre vor den britischen Fans zuteil wird, denn hier nahm meine Formel-1-Karriere ihren Anfang. Es ist eine zweite Heimat für mich, ich habe hier viele Freunde und habe mit den Briten viele Motorsport-Erfolge feiern können.»

Fittipaldi lobt: «Silverstone ist ein traditionsreiches Pflaster, das sich zusammen mit der Formel 1 entwickelt hat, ohne aber sein einzigartiges Erbe zu verlieren. Ich freue mich wirklich, dass ich hier die modernen Renner auf einer Strecke sehen kann, die ich aus meiner Formel-1-Zeit kenne.»

Wie Mansell kann sich auch der 14-fache GP-Sieger noch gut an seine Grossbritannien-GP-Siege erinnern: «Ich sehe den Sieg im M23 noch vor mir. Wir starteten erstmals mit einem Lichtsystem ins Rennen und hatten diese neue Schikane in der Woodcote, die als Reaktion auf einen grossen Unfall im Vorjahr errichtet worden war. Wie immer, wenn es um solche Neuerungen geht, waren nicht alle Piloten begeistert.

Fittipaldi erinnert sich: «Ein typischer englischer Sommerregen half mir schliesslich dabei, das Rennen zu gewinnen. Ich sah die Wolken und nutzte meinen Heimvorteil, um früh Regenreifen zu holen. Es regnete nur auf einer Seite der Strecke und nicht viele Autos schafften es auf Slicks zurück. Am Ende gewann ich mit einer Runde Vorsprung! Das war auch mein letzter Formel-1-Sieg – auf jener Strecke, auf der ich erstmals ein Formel-1-Auto bewegt hatte. Der Silverstone Circuit bedeutet deshalb sehr viel für mich.»

Neben Mansell und Fittipaldi werden auch Jackie Stewart, Alain Prost, Damon Hill, Johnny Herbert, David Coulthard, Rubens Barrichello, Jackie Oliver und Derek Warwick an der Jubiläumsparade teilnehmen.

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