Renault: Zwei Schweizer im Formel-1-Förderprogramm

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Als Juwel der Renault-Präsentation im eigenen Technikzentrum ist der neue R.S.16-GP-Renner gezeigt worden. Aber die Formel 1 ist nur die Speerspitze eines umfangreichen Sportprogramms.

Renault-CEO Carlos Ghosn hat dargelegt, wie er sich die Zukunft von Renault vorstellt. Schwerpunkt ist dabei die Rückkehr als Werksrennstall in die Formel 1. Aber das Programm geht weit über den Grand-Prix-Sport hinaus.

Grundsätzlich besteht Renault Sport aus zwei Einheiten – Renault Sport Racing sowie Renault Sport Cars. Die Rennseite umfasst alle Motorsportprogramme: Das «Renault Sport Formula One Team», wie der GP-Rennstall offiziell heisst, das Team aus der Formel E (Renault e.dams), die Zweiliter-Formel Renault, die Renault Sport R.S.01-Trophäe, dazu Kundenprogramme für Rundstrecke und auf Rallyepisten. Die Zentralen befinden sich in England (Formel-1-Werk von Enstone) und in Viry-Châtillon bei Renault.

Renault Sport Cars ist Folgeeinheit von Renault Sport Technologies – hier geht es um die Entwicklung und um den Verkauf der sportlichsten Renault-Serienfahrzeuge, wie etwa den Clio R.S.

Das Ziel von Renault mit der neuen Stuktur: Die Formel 1 soll Magnet sein, um die Faszination für die Marke Renault zu stärken und technische Kompetenz zu beweisen. Technisches Know-how soll auch in der Formel E unter Beweis gestellt werden.

Carlos Ghosn: «Der Rennsport setzt noch immer Sportfreunde und Alltagsautofahrer unter Strom, daher haben wir uns für dieses umfangreiche Programm entschlossen. Die Formel 1 soll helfen, uns in Märkten bekannter zu machen, wo wir noch Neulinge sind. Wir streben auch nach einem Techniktransfer vom Motorsport in den Serienbau.»

Renault Sport Racing wird von Jérôme Stoll als Präsident geleitet, Geschäftsleiter ist Cyril Abiteboul, Frédéric Vasseur tritt als Sportdirektor auf. Technischer Leiter des Formel-1-Rennstalls ist Bob Bell.

Die Arbeitsteilung beim Formel-1-Renner ist wie gehabt: Das Chassis, der Renault R.S.16, stammt aus Enstone (England), der Motor (R.E.16) aus Viry-Châtillon.

Unter Bob Bell als Technikchef arbeiten Nick Chester (bisheriger Lotus-Technikchef) als Leiter der Chassis-Abteilung, dazu Rémi Taffin als technischer Leiter der Motorabteilung.

Der langjährige Red Bull Racing-Partner Infiniti (Luxusmarke aus dem Renault-Nissan-Konzern) wird technischer Partner und soll auch seine Erfahrung in Sachen Hybridantriebe mitbringen. Der langjährige Öl- und Schmierstoffpartner Total bleibt an Bord. Dazu gibt es neu die Uhrenfirma Bell & Ross, Devialet (Audio-Systeme) und Bestseller (Bekleidung). Partnerschaften mit EMC und Microsoft laufen auch nach der Umwandlung von Lotus in Renault weiter.

Im Rahmen der Fahrerakademie von Renault werden 2016 gefördert: Der 23jährige Engländer Oliver Rowland (Meister der Formel Renault 3.5 2015), der in der kommenden Saison in der GP2 antritt. Der 18jährige Genfer Louis Delétraz, der in der Formel V8 3.5 antritt. Der 20jährige Londoner Jack Aitken, der ebenso in der GP3 antreten wird wie der Schweizer Kevin Jörg (20). Leiter des Nachwuchsprogramms ist Frédéric Vasseur, das Tagesgeschäft jedoch wird von Mia Sharizman Ismail geführt.

Die wichtigsten Termine

Präsentationen/Roll-out
3. Februar: Renault (in Paris)
15. Februar: Roll-out Mercedes (Silverstone, unbestätigt)
17. Februar: Red Bull Racing (in London, Team-Farben)
21. Februar: Präsentation McLaren-Honda (Ort unklar)
22. Februar: Präsentation HaasF1 (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation Williams (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation Manor (Circuit de Barcelona-Catalunya)
1. März: Neuer Sauber (Circuit de Barcelona-Catalunya)

Formel-1-Wintertests
22.–25. Februar: Spanien (Barcelona)
1.–4. März: Spanien (Barcelona)

Formel-1-WM
20. März: Australien (Melbourne)
3. April: Bahrain (Sakhir)
17. April: China (Shanghai)
1. Mai: Russland (Sotschi)
15. Mai: Spanien (Barcelona)
29. Mai: Monaco (Monte Carlo)
12. Juni: Kanada (Montreal)
19. Juni: Aserbaidschan (Baku) *
3. Juli: Österreich (Spielberg)
10. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
24. Juli: Ungarn (Budapest)
31. Juli: Deutschland (Hockenheim)
28. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
4. September: Italien (Monza)
18. September: Singapur
2. Oktober: Malaysia (Sepang)
9. Oktober: Suzuka (Japan)
23. Oktober: USA (Austin) **
30. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
13. November: Brasilien (Sao Paulo)
27. November: Abu Dhabi (Insel Yas)
* Strecke noch nicht homologiert
** Finanzierung noch nicht gesichert

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