Hungaroring: Randsteine auch in Budapest ein Thema

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Der Hungaroring wurde nicht nur neu asphaltiert

Der Hungaroring wurde nicht nur neu asphaltiert

Die Randsteine sorgten in diesem Jahr schon mehrmals für Diskussionen. Auch in Ungarn wurden viele Kerbs erneuert und einige gleichzeitig verschärft. Das könnte die Debatte ums Abkürzen neu entfachen.

Während die Fans und Medien vor dem elften WM-Lauf in Ungarn gebannt den Spitzenkampf der beiden Mercedes-Piloten sowie die Aufholjagd von Ferrari und Red Bull Racing mitverfolgen, konzentrieren sich die Piloten und Ingenieure bei ihren Wortspenden zum GP auf dem Hungaroring auf ein ganz anderes Thema: Der 4,381 km lange Hungaroring wurde – genauso wie die Boxengasse – komplett neu asphaltiert – und ist damit eine weitere Unbekannte, die bei der Vorbereitung auf das Rennwochenende hingenommen werden muss.

Wie stark sich ein neuer Asphalt auf die Reifen und damit auf das Fahrverhalten auswirken kann, durften die GP-Stars schon auf dem Red Bull Ring feststellen, der vor dem diesjährigen Besuch der Königsklasse auch einen neuen Belag bekommen hatte. Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery ist deshalb überzeugt: «Den freien Trainings kommt hier eine besondere Bedeutung zu, denn die Teams müssen die Charaktereigenschaften der neuen Piste kennen lernen.»

Und diese werden sich nicht nur durch den neuen Belag deutlich vom bisher Bekannten unterscheiden, denn neben dem neuen Asphalt haben die Streckenverantwortlichen auf dem Hungaroring auch viele Randsteine erneuert – und teilweise auch verschärft. Hauptsächlich gehe es darum, das Abfliessen von Regenwasser zu beschleunigen, beteuert der Automobilweltverband FIA in seiner offiziellen Rennvorschau.

Doch nicht alle Änderungen dienen dazu, das Abtrocknen der Strecke zu beschleunigen: So wurden in den Kurven 4 und 5 sogenannte Doppel-Kerbs im Barcelona-Stil (Kurve 9) montiert. Sie ersetzen den Kunstrasen, der bisher an dieser Stelle lag, um den Fahrern das Abkürzen madig zu machen.

Auch die Randsteine in den Kurven 6 und 7 wurden erneuert: An ihrer Stelle liegen nun 50 mm hohe «Abu Dhabi»-Kerbs, die am Kurven-Scheitelpunkt hinter den eigentlichen Randsteinen angebracht wurden. Einige GP-Experten erwarten somit eine Fortsetzung der ewigen Diskussion, ob und inwiefern ein Rennfahrer die Piste verlassen darf, um sich einen Zeitvorteil zu verschaffen.

n Österreich und in Silverstone gab es von Rennleiter Charlie Whiting eine klare Warnung: Wer an gewissen Stellen der Strecke die Piste verlässt (jeweils in jenen Kurven, in denen ein Fahrer durchs Abkürzen Zeit gewinnt), dessen Rundenzeit wird rigoros gestrichen. Zu den Sündern von Silverstone gehörte auch Lewis Hamilton, dessen bis dato schnellste Q3-Runde gestrichen wurde. Der Weltmeister liess sich davon nicht beirren und stellte daraufhin die Pole-Zeit auf – ohne die Strecke an den fraglichen Stellen verlassen zu haben.

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