Dünnes Feld in Kanada

Von Oliver Runschke
Timo Bernhard war schonmal fröhlicher

Timo Bernhard war schonmal fröhlicher

Mit einem kleinem Feld tritt die Grand-Am am kommenden Wochenende in Kanada an.

Kanada ist für viele Grand-Am-Teams keine Reise wert, wenn die Grand-Am am kommenden Wochenende zum drittem Mal auf dem Circuit Gilles Villeneuve auf der Ille Notre Dame in Montréal gastiert, sind überschaubare 28 Fahrzeuge am Start (15 DP, 13 GT)

Dem Titelkampf tut das keinen Abbruch, vor dem drittletzten Rennen der Saison liegen die Tabellenführer Memo Rojas/Scott Pruett (Ganassi-Riley-Lexus) nur vier Punkte vor Alex Gurney/Jon Fogarty (Gainsco-Riley-Pontiac). Zehn Punkte dahinter runden Brian Frisselle/Max Angelelli (SunTrust-Dallara-Ford) den Kreis der Titelaspiranten ab.

Frisselle geht mit einem leichten psychologischen Vorteil in das Rennen in Montréal: Im Vorjahr gewann er das Rennen gemeinsam mit Mark Wilkens. Auf dem ehemaligen kanadischen Grand-Prix-Kurs kann am Samstag bereits eine Vorentscheidung in der Meisterschaft fallen.

Vier neue Gesichter sind beim einzigen Auslandsstart der Grand-Am am Start. Die NASCAR-Stars [*Person Carl Edwards*] und [*Person Marcos Ambrose*] geben im Dallara-Ford von Kevin Doran Ihr Sportwagendebüt, in einem zweitem AIM-Riley-Ford sind die beiden Kanadier Jean-Francois Dumoulin und John Farano unterwegs.

Nach einer bisher sehr harzigen Saison spricht Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard nicht mehr Siegen sondern visiert im Penske-Riley-Porsche Podiumsplätze an: «Wenn wir mal wieder einen Podiumsplatz holen würden, wäre das für das ganze Team die verdiente Belohnung für seine unermüdlichen Anstrengungen.»

Besser läuft es für Dirk Werner in der GT-Klasse, dort liegt der Farnbacher-Loles-Pilot und sein Teamkollege Leh Kenn mit soliden Vorsprung vor Kelly Collins (Pontiac) und Sylvain Tremblay/Nick Ham (Mazda) in Führung. In den letzten drei Rennen steht für Werner ankommen auf der Prioritätenliste: «Wir haben jetzt nicht mehr den Druck, unbedingt gewinnen und alles dafür riskieren zu müssen«, sagt Dirk Werner. «Für uns zählen in erster Linie Punkte, nicht Siege. Trotzdem werden wir natürlich weiterhin unser Bestes geben.»

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