Porsche 911 nach GT4-Reglement präsentiert

Von René de Boer
GT4 European Cup
Die Fahrer Van Splunteren und Schothorst und zwei Sponsoren

Die Fahrer Van Splunteren und Schothorst und zwei Sponsoren

Niederländischer Tuner entwickelt GT4-Kit für Porsche 911 – Niederländische GT4-Serie nimmt Form an

In Amsterdam fand die offizielle Präsentation des ersten Porsche-911-Rennautos nach dem FIA-GT4-Reglement statt. Das Tuningkit für den 911 GT3 nach den GT4-Regularien wurde vom niederländischen Rennfahrer und Porsche-Händler Paul van Splunteren in enger Zusammenarbeit mit Teamchef Frans Verschuur entwickelt. Van Splunteren ist mit seiner Firma «GT3.NL», der Rennsportabteilung des von ihm geleiteten Porsche-Zentrums in Eindhoven, auch der offiziell von der GT-Organisation SRO angewiesene Tuner für den Porsche 911 GT3 nach GT4-Reglement. Der ehemalige Supercup-Fahrer wird zusammen mit Bas Schothorst einen Porsche 911 in der neuen niederländische GT4
Meisterschaft pilotieren.

Die Entwicklung eines Umbaukits für den Porsche 911 GT3 nach GT4-Reglement war nicht allzu schwierig, erklärt Paul van Splunteren. «Zunächts gibt es den Vorteil, dass der GT3 schon sehr gut für den Rennsport geeignet ist, und ausserdem geht man beim GT4-Reglement von Strassenautos aus, die für den Renneinsatz umgerüstet werden.» Die Schwierigkeiten lagen eher im politischen Bereich: «Natürlich gibt es viele Tuner, die etwas mit Porsche im Motorsport machen, und viele wollten den Status als offizieller Tuner des 911 nach GT4-Reglement, aber in Absprache mit der Agentur SRO habe ich nun diesen Status bekommen.»

Bei seinen Aktivitäten steht van Splunteren in enger Verbindung mit Porsche Motorsport. «Porsche hat sich entschlossen, selbst keinen GT4-Kit für den 911 zu entwickeln, aber sie verfolgen unsere Aktivitäten mit regem Interesse», berichtet er. «Im Laufe des Jahres werde ich mich mit Porsche zusammensetzen und über die Planung für die weitere Zukunft sprechen.»

Trotz Wirtschaftskrise entwickelt sich die neue niederländische GT4-Meisterschaft prächtig. Bei der Premiere am Ostermontag in Zandvoort erwartet Zandvoort-Geschäftsführer Erik Weijers ein Starterfeld von mindestens 20 Fahrzeugen. «Wir haben die Serie im Juni vergangenen Jahres angekündigt, als die Welt noch ganz anders aussah. Im Laufe des Winters haben wir uns manchmal gefragt, was wir da bloss angefangen haben, aber mittlerweile sieht es doch recht gut aus», sagt Weijers, der mit drei Porsche, vier BMW, drei Ginetta, zwei Corvette, drei Ford Mustang und drei Aston Martin rechnet. «Und dann noch einige Teilnehmer, über die ich jetzt noch nicht reden kann.»

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