Pepijn Bijsterbosch (BMW): Top-Ten trotz leerem Magen

Von Esther Babel
IDM Superbike
Der Niederländer hatte beim Start in die IDM Superbike 2020 in seinem Heimatland einen schweren Start. Nach einer unruhigen Nacht auf der Toilette konnte Bijsterbosch dennoch sein Interesse an einem Podestplatz bekunden.

Ohne Zuschauer bei seinem Heimrennen. Auch der Niederländer Pepijn Bijsterbosch vermisste seine Sponsoren, Fans, Familie und Freunde. «Aber dass wir wieder Rennen fahren dürfen, das ist das Wichtigste», meinte er zum Auftakt der IDM Superbike 2020. «Ich hätte mein Team Motorsportschool.com gerne jedem vorgestellt. An meiner Crew hat sich nichts geändert. Nur ein neuer Name, ein neuer Look und ein zweiter Fahrer. Der 22 Jahre alte Österreicher Valentin Reitmair gibt diese Saison seine Debut in der IDM.»

Am Freitag liefen die Dinge bei Bijsterbosch noch nicht ganz so wie er wollte. Die Gabel seiner neuen BMW S1000RR brachte ihm und seinem Data-Mann am Abend noch ein bisschen Arbeit ein. Am Samstag fühlte sich das Bike dann besser an, Bijsterbosch war von Anfang an schnell unterwegs. Der sechste Platz in der Startaufstellung ging in Ordnung. Für Rookie Reitmair war es wichtig, Erfahrungen zu sammeln; er startete von Position 27.

Das erste Rennen ging erst nach der Reparatur der Startampel, das gute Stück hatte einen Kurzschluss erlitten, so richtig los. Bijsterbosch hatte einen guten Start und lag nach der ersten Runde an fünfter Stelle. Während Jonas Folger und Ilya Mikhalchik an der Spitze rasch davonzogen, entstand hinter den beiden eine Gruppe, in der um den letzten Platz auf dem Podium hart gekämpft wurde. «Ganz kurz war ich mal Vierter», berichtet Bijsterbosch. «Doch am Ende war Dominic Schmitter stärker und ich wurde Füfter. Mein Teamkollege Reitmair hat keinen guten Saisonbeginn. Er stürtzte leider in der vorletzten Runde. Der Fahrer blieb unverletzt, aber das Motorrad sah nicht mehr so schön aus.»

Durch die umgekehrte Startaufstellung am Nachmittag ging das zweite Rennen für den Niederländer vom zweiten Startplatz aus los. Seine Führungsposition konnte er nur eine halbe Runde lang genießen. Dann schoss Folger an ihm vorbei und zog auch gleich davon. Für Bijsterbosch ging es anschließend zurück bis auf Platz 7. Nach einigem Hin und Her mit Schmitter und dem ehemalige WM-Piloten Vladimir Leonov gab es am Ende noch einen ansehnlichen Kampf mit Alex Polita und Marc Moser um Rang 4. Doch auf der Ziellinie musste er sich mit dem sechsten Platz zufrieden geben.

«Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit den Plätzen 5 und 6», meinte Bijsterbosch nach der Zieldurchfahrt. «In der Nacht zuvor hatte ich schweren Durchfall, vielleicht etwas Falsch gegessen. Vor dem Rennen gab es nur Bananen und Joghurt. Ich bin also happy mit dem Ergebnis. Aber wenn ich zu 100% fit gewesen wäre, hätte ich vielleicht besser abschliessen können.»

Reitmairs Mechaniker hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und das Motorrad bis zum zweiten Rennen wieder geradegebogen. Doch nach acht Runden rollte der Neueinsteiger in die Box. Der Sturz am Vormittag hatte ihn doch mehr mitgenommen als zunächst vermutet.

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