Dominic Schmitter: «Wir hatten Pace für IDM-Podest»

Von Esther Babel
IDM Superbike
Der Schweizer Meister hatte die Finger beim IDM-Superbikeauftakt in Assen schon nach einem Pokal ausgestreckt. Doch ohne Podestplatz und mit neuen Erkenntnissen ging es zum Test auf den Sachsenring.

«Leider hatten wir ein technisches Problem im zweiten Quali», berichtet Dominic Schmitter von seinem aufregenden IDM-Wochenende auf dem TT Circuit. «Das Motorrad ging in Kurve 3 aus und ich rannte mit dem Motorrad über 600 Meter zur Box zurück. Wir haben den Fehler nicht gefunden und ich bin nochmals raus. Leider wurde ich nicht schneller. Dafür wussten wir, dass unsere Pace fürs Rennen sehr gut ist.»

Mit dem zehnten Startplatz waren die Voraussetzungen für ein Top-Ergebnis nicht unbedingt hervorragend, doch Schmitter vertraute auf seinen Speed und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Der Start ins erste Rennen war dann allerdings unterirdisch. «Irgend etwas passt bei unserer Kupplung nicht», erzählte Schmitter anschliessend. «Davon ließ ich mich aber nur motivieren und überholte sehr schnell meine Gegner. Als ich dann zur Podiumsgruppe aufschloss, habe ich nochmals kurz meine Reifen geschont bevor ich attackieren wollte. Ich war zu diesem Zeitpunkt sehr selbstsicher.»

Doch beim Überholen passierte ein Fehler und es reichte nur noch für Platz 4. «Auch das hatte wohl mit meinem technischen Problem des Vortages zu tun», berichtet er. «Ich hatte beim Runterschalten soviel mehr Motorbremse. Das Motorrad ging auf einmal hinten komplett quer.» Dann ging es im weiten Bogen in die Schikane und auch über das angrenzende Grün. Anschließend musste sich Schmitter dann wieder am richtigen Platz einordnen, um kein Ticket in Form einer Zeitstrafe zu kassieren.

«Auf das zweite Rennen hin haben wir mein Motorrad um 3 Kilo abgespeckt. Es war sehr hektisch und mein Team hatte viel zu tun», erzählt er weiter. «Der Start war wieder schlecht. Wir wollten aber kein Risiko eingehen mit einer anderen Kupplung. Deswegen haben wir die aus dem ersten Rennen auch dringelassen. Ich hatte ein mega Gefühl auf dem Motorrad und war auch sehr schnell. Ich war mit der Hand auf dem Podium. Als plötzlich der Motor auf der Geraden ausging. Ich habe das Motorrad sofort neugestartet und konnte weiterfahren. Allerdings ohne den Schaltautomat und Blipper. Ich rettete Platz 9 übers Ziel. Klar war das alles sehr enttäuschend. Aber das ist ein neues Projekt und da passieren solche Kinderkrankheiten eben immer.»

Beim anschließenden Check erwies sich wohl der Drosselklappensensor als der Übeltäter. «Der macht irgendwie Mucken», erklärte Schmitter das Problem, «dann macht die Drosselklappe komplett zu. Dann geht das Motorrad aus und ich muss es neu starten und dann war es im Notprogramm und der Blipper ging nicht. Den haben wir jetzt zur Sicherheit auch noch ausgewechselt.» Auch das Thema Kupplung ist abgearbeitet.

«Ich sehe das Wochenende als Erfolg an», versichert er trotz des einen oder anderen Stolpersteines, «denn wir als Team Hess Racing hatten die Pace fürs Podest. Wir müssen das Positive jetzt in die nächsten Rennen mitnehmen und nicht lange Trübsal blasen. Ich danke meinem Team für diese mega Arbeit. Das war Weltklasse.»

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