Marvin Fritz (Yamaha): Grippe und Podium

Von Esther Babel
IDM Supersport
Marvin Fritz vor Roman Stamm, beide wollen den Titel

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Beim fünften IDM-Supersport-Lauf erlebte Marvin Fritz vom Team Bayer Bikerbox ein hartes Wochenende. Der Kampf um den Meistertitel bleibt weiterhin offen.

Seit dem letzten IDM-Rennen waren gut drei Wochen vergangen. Doch für Marvin Fritz lief es vor dem Rennen in Schleiz nicht nach Plan. Der Schützling von Teaminhaber Jakob Bayer musste wegen einer Grippe sein tägliches Konditionstraining aussetzten.

Hinzu kamen Probleme mit dem Nacken, wohl ein Überbleibsel früherer Schulterverletzungen, die Fritz schon seit Beginn der Saison zu schaffen machen und je nach Belastung verstärkt auftreten. Fritz Physiotherapeut Daniel Gatzka erarbeitet derzeit ein spezielles Programm, um ihn möglichst schnell wieder fit zu machen.

Bedingt durch die Einschränkungen kam Fritz in Schleiz beim ersten Zeittraining nur neun Runden zum Fahren, holte sich die vierte Trainingszeit. Mir nur sechs gefahrenen Runden schnappte er sich mit 1.27.973 die schnellste Runde im zweiten Durchgang.

Beim ersten Rennen am Samstag versemmelte Fritz den Start. Als Siebter kam er von der ersten Runde zurück und lauerte im weiteren Verlauf des Rennen auf Position 4 auf eine Gelegenheit. In der drittletzten Rennrunde überholte Marvin Fritz den Österreicher Lukas Trautmann.

Zur Mitte der letzten Rennrunde verkündete der Streckensprecher schon mal, dass die Positionen 1und 2 sicher an Roman Stamm und Stefan Kerschbaumer vergeben wären, als Marvin Fritz in der letzten Kurve in einem gewagten Überholmanöver den Zweiten Kerschbaumer ausbremste und den völlig überraschten Yamaha-Piloten hinter sich ließ.

Das zweite Rennen am Sonntag entwickelte sich zu einer wahren Hitzeschlacht bei Temperaturen um 38 Grad Celcius. In der zehnten von 16 Runden wollte Marvin Fritz das Trio Stamm, Trautmann, Kerschbaumer knacken. Doch die Aufholjagd wäre um ein Haar im
Kiesbett geendet.

«Ich habe mich in die erste Kurve nach Start und Ziel zu hart reingebremst, das Vorderrad war schon eingeklappt, und ich sah mich schön stürzen», verrät er. «Wie durch ein Wunder konnte ich aber meine Yamaha wieder aufrichten. Das war echt brutal, ich habe dabei verdammt viel Glück gehabt.»

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