Sarah Heide gibt Vittorio Iannuzzo eine mit

Von Esther Babel
IDM Supersport
Sarah Heide schwitzt in Schleiz

Sarah Heide schwitzt in Schleiz

IDM-Supersport-Pilotin Sarah Heide vom Team Suzuki Laux ist kein Fan der Schleizer Strecke. Nach einer Ansage vom Chef klappte am Ende doch mit schnellen Zeiten.

Dass Schleiz nicht unbedingt zu Sarah Heides Lieblingsstrecken gehört, ist bekannt. Die gigantische Hitze am IDM-Wochenende Mitte Juli machte das Ganze noch anstrengender für die IDM-Supersport-Pilotin und das Team um Chef Stefan Laux.

Das erste Rennen am Samstag wurde bei 60° C Asphalttemperatur gestartet. Heide arbeitete sich auf den 12. Platz nach vorne und fuhr dann alleine das Rennen zu Ende, da von hinten keine Gefahr drohte und aus eigener Kraft nach vorne nichts mehr ging.

«Sarah kam im Rennen nicht wirklich in die Puschen», urteilt Laux. «Sie fuhr deutlich schlechtere Rundenzeiten als sie könnte.» Im Teammeeting nach dem Rennen gab es dann eindringliche Worte. Die Ansprache zeigte Wirkung und Heide legte bereits im Warm up am Sonntagmorgen einen ordentlichen Zahn zu. Sie war eine halbe Sekunde schneller als im Abschlusstraining.

Der Start ins zweite Rennen klappte sehr gut, doch nach einer halben Runde hakte sich der Gastfahrer Konstantyn Pisarev in Heides Fußraste ein, was Heide zehn Plätze kostete und
Pisarev zu Fall brachte. Als Vorletzte rollte die Suzuki-Pilotin das Feld von hinten auf.

Auf Platz 13 angekommen, hatte sie zu dem vor ihr fahrenden Suzuki Kollegen Vittorio Iannuzzo eine Lücke von vier Sekunden aufgetan. Bei noch acht zu fahrenden Runde eine gewaltige Aufgabe. Dennoch zog Heide kräftig am Kabel, fuhr eine Sekunde schneller als im ersten Rennen und presste sich drei Runden vor Schluss am Italiener vorbei. Der wehrte sich zwar heftig, doch sie behauptete ihren zwölften Rang bis über den Zielstrich.

«Ein anstrengendes Wochenende, dennoch bin ich ganz zufrieden», meinte sie anschliessend. «Ich mag die Strecke einfach nicht und wir werden sicherlich keine Freunde mehr. Dafür ist hier das Publikum der Hammer, immer eine Superstimmung und volles Haus.»

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