Aus DMSB-Superstock-Cup wird IDM-Klasse

Von Esther Babel
IDM Supersport 600
Die Top 3 aus: Jan Schmidt, Stefan Ströhlein, Paul Förde (v.li.)

Die Top 3 aus: Jan Schmidt, Stefan Ströhlein, Paul Förde (v.li.)

Ab diesem Jahr darf sich der Sieger der Superstock-600-Kategorie auch offiziell Deutscher Meister nennen. Doch die Aufwertung des Prädikats gibt es nicht umsonst. Titel gibt es nur mit teurerer A-Lizenz..

Die Absprache mit dem DMSB, die Klasse als Cup durchzuführen und somit auch Fahrern mit B-Lizenz anzubieten, galt für zwei Jahre, wird die Änderung vom IDM-Promoter erklärt. Ziel war vor allem, mit dieser Regelung auch den Piloten des 2017 eingestellten Yamaha-Cups eine neue Heimat zu geben. Mit der Vergabe des offiziellen Meisterschaftsstatus wird die IDM Superstock 600 deutlich aufgewertet und neu positioniert glauben die Macher.

Die Klasse Superstock 600 wird nach wie vor gemeinsam mit der IDM Supersport 600 ausgetragen, gewertet werden die beiden Klassen getrennt. Unterscheiden lassen sich die Motorräder der unterschiedlichen Klassen an den farblich getauschten Startnummern. Technisch ist in der Superstock aus Gründen der Kostenersparnis weniger erlaubt als beim großen Bruder.

Für die Piloten der IDM Superstock 600 wird die Saison durch die Titelvergabe um 200 Euro teurer. Denn soviel kostet die A-Lizenz mehr als die bisher ausreichende B-Lizenz.

Das sagen die Fahrer der IDM Superstock 600

Stefan Ströhlein

«Dass es jetzt ein offizieller Meister-Titel ist, ist grundsätzlich besser. Wichtiger aber wäre, dass auch seitens der Verantwortlichen darüber berichtet wird. Nach meinem Titelgewinn 2019 in Assen wurde ich nur in einem Artikel erwähnt, anscheinend war das überhaupt nicht relevant. Wenn Speedweek.com das nicht veröffentlicht hätte, dann wüsste es heute noch niemand. Ich habe Anfang letzten Jahres schon an die IDM-Pressesprecherin geschrieben, dass, wenn es Speedweek nicht geben würde, überhaupt nichts über die Superstock zu lesen wäre. Auch in ihrer eigenen Zeitung Motorrad wurden nicht mal die ersten 3 nach einem Rennen erwähnt. Dann bringt auch der offizielle Titel aus Frankfurt nix...»

Bastian Ubl

«Ich persönlich finde es sehr gut, dass die Superstock-600-Klasse jetzt eine Prädikatsklasse ist, da man mit weniger Budget einen Deutschen Meistertitel einfahren kann. Es ist gut für Nachwuchsfahrer, da sie neuen Partner einen Erfolg vorweisen und somit eventuell neue Partner dazu gewinnen können. Dass die Lizenz teurer ist finde ich nicht schlimm. Eine internationale A-Lizenz wertet die Klasse auf.»

Moritz Jenkner

«An sich finde ich es eine tolle Sache, da die Aufwertung besser bei den Sponsoren ankommt. Allerdings sind die erhöhten Kosten speziell durch die teurere A-Lizenz für viele vermutlich schwer deckbar, da diese nicht nur höhere monitäre Forderungen stellt. Mental allerdings ist das Prädikat relativ irrelevant, da wir letztendlich dieselbe Klasse/Serie fahren.
Die aktuellen Preise habe ich leider nicht im Kopf. Aber es war definitiv deutlich mehr als die B-Lizenz. Ich meinte aber hauptsächlich, dass auch andere Forderungen wie z.B. spezielle Großstreckenerfahrung notwendig sind und somit das Quereinsteigen kaum möglich ist, weshalb ich mit wenig neuen Gesichtern rechne.»

Jan Schmidt

«Also wenn ich ehrlich bin, habe ich die Stockklasse eh nie als Cup gesehen, sondern als eigene Klasse. Sie wurde ja eigentlich auch immer IDM Stock 600 genannt. Da es in dieser Klasse eh eher darum geht, Kosten zu sparen, macht es Sinn, mit einer B-Lizenz fahren zu dürfen. Außerdem gibt es ja keinen wirklichen Unterschied zwischen A- und B- Lizenz, außer dass sie mehr kostet. Der offizielle Titel an sich klingt zwar schöner, aber bleibt ja so gesehen derselbe Titel in derselben Klasse.»

Kevin Michel

«Ich finde es gut, dass der Titel nun gleichgestellt ist, denn letztendlich fahren wir zusammen die Rennen und das auf demselben Niveau wie die SSP, der einzige Unterschied: wir haben einiges weniger an Leistung und dürfen weniger verändern.
Der Grund, warum ich z.B. Superstock fahre ist der, dass es preislich im Rahmen bleibt, da dieser Sport sowieso schon immens teuer ist. Um in der SSP technisch mithalten zu können, muss einiges mehr am Bike sowie Motor passieren, das treibt die Kosten arg in die Höhe.
Im Vergleich zu dem, was eine IDM-Saison kostet, sind die höheren Lizenzkosten (Vergleich A zu B) zu vernachlässigen, denke ich.
Viele Zuschauer wissen gar nicht, dass wir dort quasi in zwei verschiedenen Klassen fahren. Ich finde, da muss noch etwas Aufklärungsarbeit betrieben werden.»

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