Dominik Vincon (BMW): Mittagspause im Krankenhaus

Von Esther Babel
IDM Superstock 1000

Die Schulter hatte am Nürburgring weniger abgekriegt als befürchtet. Zur Sicherheit war aber ein Klinikbesuch nötig. Anschliessend fuhr Dominik Vincon aufs Podest.

Das IDM-Wochenende in Oschersleben war für Dominik Vincon mit zwei Nullern zu Ende gegangen. Ein elektrisches Problem mit der Kraftstoffzufuhr hatte ihm das dritte von acht IDM-Wochenenden gehörig verdorben. Bei der vierten IDM-Runden am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring wollte der BMW-Pilot Punkte in der IDM Superstock-Wertung aufholen.

«Im freien Training musste ich zuerst einige Runden drehen», schildert Vincon, «denn ich war vorher noch nicht mit einem 1000ccm Bike auf dieser Strecke gefahren.» Nach den Zeittrainings landete Vincon auf Platz 6 der Superstock-Startaufstellung. «Mein Qualifyer im Abschlusstraining hat mir leider nichts genützt, denn ein langsam fahrender Pilot versaute mir meine schnelle Runde.»

Wie alle anderen auch, musste die Mannschaft von Vincon das komplette Set-up am Sonntag wieder auf den Kopf stellen, denn es drohte ein Regenrennen. Dies passte Vincon gar nicht in den Kram und er stütze im Warm-up beim Beschleunigen mit einem Highsider. Hierbei zog sich der 22-Jährige eine Verletzung in der rechten Schulter zu.

Die Rennärzte konnten vor Ort keine Diagnose stellen. Deshalb war Vincon im ersten Lauf mit einer Ausnahmegenehmigung unterwegs und musste zwischen den beiden Rennen noch nach Adenau ins Krankenhaus fahren. Im ersten Rennen reichte es für den Knittlinger für Platz 4. «Mir war es wichtig, anzukommen und einige Punkte in der Meisterschaft zu sammeln», erklärte er. «Dann habe ich gemerkt, dass die Belastung im Regen für die Schulter nicht allzu dramatisch war.»

Während Vincon selber beim Röntgen im Krankenhaus war, es wurde kein Bruch festgestellt, bereitete seine Truppe die Stilgenbauer-BMW für das zweite Rennen vor. Der Start lief sehr gut und Vincon hielt bis zur achten Runde die dritte Position in der Klasse Superstock 1000. Dann begann es am Nürburgring mal wieder zu tröpfeln und das Rennen wurde abgebrochen und wenig später als Regenrennen wieder gestartet.

«Eigentlich bin ich kein Regenliebhaber», gibt Vincon zu. «Dennoch tat mit die kurze Unterbrechung sehr gut, denn im Trockenen war die Belastung für die angeschlagene Schulter doch deutlich stärker als bei nassen Bedingungen.» Im Ziel landete Vincon dann als Dritter hinter Lucy Glöckner und Marc Moser. Da Moser als Gastfahrer keine Punkte erhielt, durfte sich Vincon 20 Punkte für Platz 2 auf seinem Konto gutschreiben lassen.

In der Gesamtwertung konnte er sich dadurch um zwei Positionen verbessern und rangiert derzeit auf Platz 4.

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