Danny de Boer: «Gelbe Flaggen sind unser Thema»

Von Esther Babel
IDM Superstock 1000
Der Niederländer wird kommende Woche als Führender der IDM Superstock 1000 zum Heimrennen nach Assen reisen. Geschenkt bekommt er von Konkurrent Luca Grünwald auch dort nichts.

Der Titelkampf in der IDM Superstock 1000 zwischen Danny de Boer und Luca Grünwald, die beide mit einer Yamaha R1M unterwegs sind, bleibt auch nach den Rennen auf dem Schleizer Dreieck offen. Beide holten mit je einem Sieg und einem zweiten Platz 45 Punkten.

Seinen Start ins erste Rennen bezeichnet der Niederländer selbst als super. «Doch dann kam von hinten gleich Luca Grünwald», erzählt er. «Ich habe es nur gehört. Aber ich wusste, dass er es ist.» Am Ende der Renndistanz wurden de Boers Arme ordentlich lang. Vor vier Jahren hatte er sich wegen Armpumps operieren lassen und hat sonst nur zu Beginn der Saison noch ein wenig damit zu tun. Doch die anstrengende Strecke in Schleiz forderte auch vom IDM-Leader ihren Tribut.

«Ich musste mein Motorrad zum Schluss extrem kontrollieren», so de Boer. «Und mit meinen Armen habe ich sonst keine Probleme. Aber Schleiz ist schon anstrengend und ich hatte am Ende wenig Gefühl in den Armen.» Gewonnen hatte er trotzdem.

Danny de Boer war nach dem zweiten Rennen froh, dass der Schleiz-Ausflug mit Erfolg rumgegangen war. Kurz nach der Zieldurchfahrt, er war hinter Gastfahrer Marc Moser und Luca Grünwald Dritter geworden, grummelte de Boer noch leicht genervt vor sich hin. Doch bei der Siegerehrung war schon wieder alles im grünen Bereich. Der Niederländer hatte sich Grünwald für die letzte Runde zurecht gelegt, musste aber wegen gelber Flaggen seine Pläne aufgeben.

«Gelbe Flaggen sind in dieser Saison echt ein Thema zwischen Luca und mir», erklärte de Boer. «Ich war direkt hinter ihm.» Sehnsucht nach der Strecke in Thüringen wird der Yamaha-Pilot sicher nicht verspüren. «Ich bin ehrlich. Schleiz ist für mich die gruseligste Strecke im ganzen IDM-Kalender. Dann noch der große Sturz von Mathieu Gines, am Bergab-Stück direkt vor uns.»

In der kommenden Woche wird sich de Boer um ein Vielfaches besser fühlen, dann steht mit dem IDM-Ausflug nach Assen sein Heimrennen an.

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