24h Daytona: Cadillac und Oreca am ersten Tag vorn

Von Martina Müller
IMSA
Dominierte bislang in Daytona: Der Cadillac DPi von Action Express Racing

Dominierte bislang in Daytona: Der Cadillac DPi von Action Express Racing

Beim Vortest zu den 24 Stunden von Daytona zeigte sich bislang Cadillac als der große Pacemaker. Auch Formel-1-Star Fernando Alonso drehte die ersten IMSA-Runden. Er konnte jedoch noch keine Glanzlicher setzen.

Mit Mützen auf den Köpfen und Handschuhe an den Händen trugen am ersten Tag zum großen 'Roar before the 24', dem offiziellen Vortest zu den 24 Stunden von Daytona, viele Protagonisten im Paddock ein für Florida eher untypisches Outfit. Doch bei Temperaturen von maximal elf Grad Celsius mussten Mensch und Maschine auf dem 'Daytona International Speedway' einen recht kühlen ersten Trainingstag überstehen. Und passend zu den äußeren Bedingungen ging es auch auf der Strecke ohne viel Hektik zur Sache. Nach zwei gezeitzten Sessions erzielte der Cadillac DPi von Action Express mit Joao Barbosa, Filipe Albuquerque und Christian Fittipaldi die Bestmarke. Ex-Audi-LMP1-Pilot Albuquerque konnte eine Zeit von 1:37,196 Minuten für sich verbuchen lassen. Damit hat er die Roar-Bestzeit aus dem Jahre 2017 von 1:38,343 Minuten bereits um über eine Sekunden unterboten.

Hinter dem DPi platzierte Colin Braun den Oreca LMP2 von CORE autosport mit 1:37,303 Minuten auf der zweiten Position des Tages. Der US-Amerikaner teilt sich in Daytona das Fahrzeug nicht nur mit Jonathan Bennett, sondern zusätzlich auch noch mit den beiden Ex-LM-Siegern Romain Dumas und Loic Duval. Renger Van Der Zande sorgte im Cadillac DPi von Wayne Taylor Racing mit 1:37,396 Min. für die drittbeste Zeit. Für den Niederländer ist es der erste offizielle Auftritt an der Seite von Jordan Taylor und Ryan Hunter-Reay. Der Cadillac von Spirit of Daytona mit Matthew McMurry, Tristan Vautier und Edward Cheever folgte mit einer Marke von 1:37,469 Minuten auf der Position dahinter.

Bislang einen guten Auftritt hatten auch die beiden Oreca LMP2 von Jackie Chan DCR JOTA, die sonst in der FIA WEC unterwegs sind und direkt nach dem WM-Finale in Bahrain nach Nordamerika transportiert wurden. Die Wagen des Hollywood-Schauspielers schafften es auf die Positionen fünf und sechs, wobei Ho-Pin Tung mit 1:37,707 Minuten für den besten Umlauf sorgte. Robin Frijns lag im Schwesterauto mit 1:37,850 Minuten jedoch nicht weit zurück. Gemeinsam mit Frijns fährt auch Formel-1-Pilot Lance Stroll, dessen persönliche Bestzeit am ersten Tag bei 1:38,597 Min. lag.

Natürlich gingen in Daytona die meisten Blicke auf Fernando Alonso. Der F1-Star drehte insgesamt 20 Runden und kam auf einen Bestwert von 1:38,602 Minuten. «Die Kurven und das Banking hier sind natürlich sehr speziell. Man spürt die Kompression im Körper und auch die Sicht ändert sich», schilderte der Asturier seine ersten Eindrücke vom legendären Daytona International Speedway. Alonso fühlte sich im IMSA-Paddock sichtlich wohl und schrieb auch einige Autogramme. Im Ligier brauchte er noch einige Anpassungen, da er mit der Postion es mittleren Anschnallgurtes noch nicht zufrieden war.

«Grundsätzlich habe ich hier das gleich Ziel wie in Indianapolis. Ich versuche zunächst, verschiedene Fahrtechniken zu lernen und auch von den Langstrecken-Spezialisten so viel wie möglich aufzusaugen. Ich möchte am Ende des 24h-Rennens ein besserer Fahrer sein», beschrieb der 36-Jährige Spanier auf einer Pressekonferenz zwischen den beiden Sessions seine Herangehensweise.

Und auch in Richtung Le Mans gab Alonso einen kleinen Hinweis: «Das Rennen hier ist gleichzeitig auch ein erster Schritt in den Langstreckensport. Dabei möchte ich herausfinden, wie mir diese Art von Rennen gefallen. Die 24 Stunden von Le Mans und die Triple Crown sind ein weiteres Ziel. Wenn Le Mans dieses Jahr klappen würde, wäre das großartig. Hoffentlich könnte nächstes Jahr dann wieder das Indy 500 auf dem Plan stehen.»

Sein Ligier LMP2 von United Autosports belegte insgesamt Rang neun in der Tageswertung, da Wagenpartner Lando Norris mit 1:38,170 Minuten eine noch schnellere Runde als Alonso drehte.

Nicht viel zum Fahren kamen die beiden Mazda DPi vom Team Joest. Lediglich der Wagen um Jonathan Bomarito, Spencer Pigot und Harry Tincknell wurde auf der Strecke gesichtet und schaffte es mit 1:38,876 Minuten lediglich auf Rang 16. Die Zurückhaltung war im Warten auf einige wichtige Ersatzteile begründet.

In der GTLM-Klasse ließ der Porsche 911 RSR von Laurens Vanthoor, Earl Bamber und Gianmaria Bruni mit 1:44,065 Minuten die Bestzeit für sich verbuchen. Mit lediglich 0,030 Sekunden Rückstand folgte der Ford GT von Ryan Briscoe, Richard Westbrook und Scott Dixon jedoch dicht auf den Fersen.

Hier die kombinierten Zeiten aus Daytona


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