IMSA

2020 gibt es keine Sonderdesigns beim Porsche 911 RSR

Von - 13.10.2019 18:03

SPEEDWEEK.com unterhielt sich mit Pascal Zurlinden, dem Gesamtprojektleiter Werksmotorsport bei Porsche. Dabei verrät er, wie es mit dem Programm des 911 RSR in der FIA WEC und der amerikanischen IMSA weitergeht.

Bei Porsche stand das diesjährige Petit Le Mans unter einem ganz besonderen Stern. Denn die 2017er Version des 911 RSR wurde beim Rennen auf der Road Atlanta in die Rennrente geschickt. Und das mit Erfolg, da Fahrer-, Team und Hersteller-Titel in der IMSA-Serie eingefahren werden konnten. In den elf Rennen der IMSA-Saison 2019 schaffte Porsche mit dem Fahrzeug insgesamt sechs Klassensiege. Im Sommer holte Porsche mit den Auto zudem noch beide Titel in der Sportwagen-WM (FIA WEC).

Insgesamt 50 Mal war der für 2017 entwickelte 911 RSR in den Händen des Werksteams im Renneinsatz unterwegs. Am Ende standen 13 Siege zu Buche, die allesamt gegen starke Konkurrenten herausgefahren wurden. «Für mich persönlich gab es in den letzten drei Saisons drei ganz emotionale Siege», reflektiert Gesamtprojektleiter Werksmotorsport Pascal Zurlinden im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Zunächst der Triumph 2018 in Sebring. Denn das war der erste Erfolg in meiner neuen Aufgabe bei Porsche. Auch die Bestätigung des Sieges im Folgejahr war sehr besonders und natürlich der Doppelsieg 2018 in Le Mans.»

Im letzten Monat hat in der FIA WEC in Silverstone bereits der Nachfolger 911 RSR (Jahrgang 2019) sein Renndebüt gefeiert und konnte gleich den ersten Doppelsieg für Porsche holen. «Die Entscheidung, ein neues Auto herauszubringen, fällt immer circa zwei bis drei Jahre im Vorhinein. Gleichzeitig schläft die Konkurrenz ebenfalls nicht und macht immer wieder einen Schritt nach vorne», erklärt Zurlinden, warum bei Porsche überhaupt schon eine Neuauflage des so erfolgreichen 2017er 911 RSR entwickelt wurde.

Mit der 2019er Version möchte Porsche mittelfristig auf jeden Fall im Wettbewerb unterwegs bleiben. «Wenn man ein nagelneues Auto gebracht und das entsprechende Investment getätigt hat, dann ist das schon für mehrere Jahre», bestätigt Zurlinden und blickt dabei auf den aktuellen Homologationszyklus, der bis 2022 geht. Und nach derzeitigem Stand möchte Porsche auch in den beiden weltweit größten Sportwagen-Serien mit von der Partie bleiben. «Wir evaluieren beide Programme natürlich immer einzeln. Aber unser Commitment gilt für WEC und IMSA», so Zurlinden weiter.

Während der 2017er Porsche 911 RSR zuletzt immer wieder in speziellen Designs ausrückte (hier eine Bildergalerie zu Rosa Sau & Co), sind zumindest für 2020 keine Sonderlackierungen angedacht. «Es gab immer eine Verbindung zwischen Geburtstagen und den Lackierungen, wie beispielsweise im letzten Jahr 70 Jahre Porsche. 2019 feiert die IMSA ihr 50-jähriges Jubiläum. Da nächstes Jahr keine besonderen Geburtstage anstehen, ist hier aktuell nichts geplant», macht Zurlinden eine Absage an die immer wieder attraktiven Spezialdesigns.

Tatsächlich wird das neue 2019er Auto aber der Porsche-GT-Tradition folgen und auch interessierten Kunden zur Verfügung gestellt. «Wir werden zehn Kundenautos an Rennteams abgeben», führt Zurlinden an. «Start der Auslieferungen ist im nächsten Mai für die WEC-Saison 2020/21. In der ELMS kann das Auto dann ab 2021 starten.»

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Beim Petit Le Mans liefen die beiden Porsche 911 RSR im Design von Coca-Cola auf © Mueller Beim Petit Le Mans liefen die beiden Porsche 911 RSR im Design von Coca-Cola auf Pascal Zurlinden ist Gesamtprojektleiter Werksmotorsport bei Porsche © Mueller Pascal Zurlinden ist Gesamtprojektleiter Werksmotorsport bei Porsche
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