24h Daytona: Ausblick auf die starke GTLM-Klasse 2020

Von Oliver Müller
IMSA

Mit BMW, Corvette, Ferrari und Porsche werden insgesamt vier Marken in der GTLM-Klasse der 24 Stunden von Daytona antreten. Die Corvette C8.R feiert beim IMSA-Saisonauftakt 2020 sogar ihr Renndebüt.

Bei den 24 Stunden von Daytona gehen auch immer viele Augen auf die GTLM-Klasse. Diese ist das amerikanische Äquivalent zur GTE-Pro-Kategorie der FIA WEC. Somit sind auch dort echte Werkseinsätze (Ausnahme der Risi-Ferrari) an der Tagesordnung. Da Ford das Programm mit dem GT Ende 2019 beendet hat, sind nun nur noch die Marken BMW, Corvette, Ferrari und Porsche am Start. Doch auch die werden eine spektakuläre Show bieten.

Für das Corvette-Werksteam ist Daytona in diesem Jahr etwas ganz Besonderes. Denn erstmals wird die brandneue C8.R auf den Wettbewerb losgelassen. In Daytona hat das Corvette-Rennprogramm im Jahre 1999 übrigens auch begonnen – damals aber noch mit der C5-R. Am Steuer der beiden Fahrzeuge wechseln sich Antonio García, Jordan Taylor und Nicky Catsburg bzw. Oliver Gavin, Tommy Milner und Marcel Fässler ab.

«Das Banking in Daytona ist einzigartig und etwas, das wir nirgendwo anders finden. Bei diesem Rennen muss man das Fahrzeug in den ersten 22 Stunden durch den Verkehr bringen, um sicherzustellen, dass man am Ende in der perfekten Position ist, um um den Sieg zu kämpfen. Das haben wir 2016 gezeigt. Man muss superintelligent sein, wenn man das Auto in Daytona im Rennen bewegt», blickt Fässler voraus.

Auch bei Porsche steht ein Debüt an. Denn die neuste Version des 911 RSR wird nun auch in der IMSA-Serie Gas geben. Zuvor war das Fahrzeug 2019 nur in der FIA WEC unterwegs. Hinter dem Steuer teilen sich Matt Campbell, Nick Tandy und Fred Makowiecki sowie Laurens Vanthoor, Earl Bamber und Mathieu Jaminet die Arbeit.

«Daytona ist ein sehr wichtiges Rennen für mich. Ich habe immer davon geträumt, mit Le Mans, Spa-Francorchamps, Nürburgring und Daytona alle vier großen 24-Stunden-Klassiker zu gewinnen. Bei den ersten drei Rennen hat das geklappt, jetzt fehlt nur noch Daytona. Im letzten Jahr waren wir als Dritter nah dran, diesmal wollen wir den Sieg. Ein weiteres Ziel in dieser Saison ist es, zusammen mit Earl die Meisterschaft zu verteidigen. Der Sieg in Daytona wäre ein perfekter Saisonstart», ist Vanthoor hoch motiviert.

Wie Corvette und Porsche setzt auch BMW in Daytona auf zwei Fahrzeuge. Die beiden Werks-M8 GTE werden vom amerikanischen Team RLL eingesetzt. Hier sitzen sogar jeweils vier Piloten pro Fahrzeug im Cockpit. Einen M8 GTE fahren John Edwards, Augusto Farfus, Chaz Mostert und Jesse Krohn; den anderen Connor de Phillippi, Philipp Eng, Bruno Spengler und Colton Herta.

«Dies ist das vierte Mal, dass ich mit dem BMW Team RLL beim 24-Stunden-Rennen in Daytona antrete – nach 2015, 2016 und 2017 – und es ist mein erstes Rennen mit meinem neuen Teamkollegen Connor de Phillippi. Wir haben zwei weitere Vorjahressieger mit im Auto: Philipp Eng, den ich aus der DTM gut kenne, und Colton Herta, einen sehr schnellen jungen Mann», erklärt Spengler, der 2020 in Vollzeit in die IMSA-Serie wechselt.

Als einziges Nicht-Werksteam der Klasse tritt Risi Competizione mit einem Ferrari 488 GTE Evo an. Wobei der italienische Bolide zumindest aber mit vier Werksfahrern besetzt ist: James Calado, Alessandro Pier Guidi, Daniel Serra und Davide Rigon. Wie stark Risi Competizione ist, hat die Ausgabe 2019 bewiesen, als man nur knapp am Klassensieg vorbei schrammte. Beim Petit Le Mans 2019 konnte dann sogar (dank einer guten BoP) der Triumph geholt werden.

«Es ist ein großartiges Team. Somit bin ich froh, wieder für Risi fahren zu können. Jeder ist sehr passioniert. Insgesamt denke ich, dass wir uns auf unsere eigene Performance konzentrieren sollten. Denn wir können nicht beeinflussen, was die Anderen machen. Wir müssen das Auto gut und sauber durch das Rennen bringen, damit es zum Ende hin in einer guten Verfassung ist», meint Serra.

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