ADAC Junior Cup: Duell auf der Zielgeraden

Von Andreas Gemeinhardt
ADAC Junior Cup
Michael Gerstacker und Jonas Geitner

Michael Gerstacker und Jonas Geitner

Am kommenden Wochenende kommt es in Hockenheim zum Showdown im ADAC Junior Cup. Michael Gerstacker will seinen Vorsprung im Finale verteidigen.

Michael Gerstacker (15/Hartenstein) und Aris Michail (14/Hamburg) liefern sich in Hockenheim ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel. Theoretische Chancen hat auch noch Kevin Rofner (15/Vils). Die Rechnung wird nicht ohne die jungen Wilden wie Gabriel Noderer (15/Thalmässing), Jonas Geitner (17/Wernberg-Köblitz), Stéphane Frossard (17/Courgenay) und Christopher Kogelbauer (13/Langenfeld) gemacht. Sie könnten zum Zünglein an der Waage werden, da sie die Saison mit einem Podiumsergebnis beenden wollen.

Sieben Punkte liegen zwischen dem Cup-Führenden Michael Gerstacker und seinem grössten Konkurrenten Aris Michail. Auch wenn die Beiden abseits der Rennstrecke befreundet sind, im Kampf um den Titel im ADAC Junior Cup machen sie sich keine Geschenke. Gerstacker hat bisher zwei Saisonsiege geholt und führt seit drei Veranstaltungen die Gesamtwertung in der Nachwuchsklasse an. Michail gewann bereits drei Rennen, jedoch warfen ihn zwei Disqualifikationen in der Punktevergabe immer wieder zurück. Würde er das Finale in Hockenheim als Sieger beenden, wird er nur Meister, wenn Gerstacker maximal Dritter wird.

Der Bayer denkt aber gar nicht daran, Michail im badischen Motodrom den Vortritt zu lassen. Seit zwei Wochen stemmt er ein kostenloses Fitness-Programm der besonderen Art, denn er begann seine Maurerlehrer mit dem Mischen von Beton und dem Transportieren von 40-Kilo-Säcken mit Baumaterial.

Titelhoffnungen hegen darf auch noch Kevin Rofner, doch die Chancen  sind eher theoretischer Natur. Nur wenn Gerstacker und Michail ausfallen würden, könnte es der Österreicher bis an die Spitze schaffen. Eine entscheidende Rolle im Ausgang des Rennens spielen Gabriel Noderer, Jonas Geitner, Stéphane Frossard und Christopher Kogelbauer. Bis auf Kogelbauer standen sie während der Saison alle schon mindestens einmal auf dem Podium und wollen die Saison auch mit einem Podestplatz abschliessen.

Kogelbauer, Aufsteiger aus dem ADAC Mini Bike Cup und mit der Startnummer «1» jüngster Fahrer auf der 35 PS starken 125 ccm-Aprilia, fand vor zwei Wochen auf dem Sachsenring Anschluss an seine erfahreneren Mitstreiter, als er den fünften Platz im Rennen belegte. Als Vorbereitung auf den letzten Saisonlauf trainierte er am vergangenen Wochenende schon auf dem Hockenheimring. Den richtigen Coach hat er in der eigenen Familie: Vater Stephan ist Fahrschullehrer.

«Ich denke schon, dass ich es schaffe, der neue Meister zu werden», mein Michael Gerstacker. «Mein Vater hat das ganze Motorrad noch einmal kontrolliert und ich habe beim Renntraining von Superbiker Jörg Teuchert in Gross Dölln teilgenommen.»

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