KTM übernimmt 60 Prozent von Konkurrent GASGAS

Von Günther Wiesinger
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60 Prozent von GASGAS gehören jetzt KTM

60 Prozent von GASGAS gehören jetzt KTM

Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Die KTM Industries AG beschränkt sich nicht auf eine industrielle Zusammenarbeit mit der spanischen Motorradfirma GASGAS. Die Österreicher haben eine 60-Prozent-Mehrheit gekauft.

Letzte Woche meldete das Unternehmen KTM Industries AG, das demnächst auf Pierer Mobility umbenannt wird, eine massive Verstärkung der Präsenz in Spanien. Es war von einem Joint Venture mit der Motorradfirma «GASGAS Motorcycles» die Rede und von einer zukünftigen industriellen Zusammenarbeit. Die Verhandlungen mit GASGAS-Eigentümer Black Toro Capital seien erfolgreich abgeschlossen worden. Und GASGAS solle künftig als dritte Marke neben KTM und HUSQVARNA Motorcycles & eBikes dem starken Vertriebsnetz der KTM Industries-Gruppe (PIERER Mobility-Gruppe) angehören, wurde berichtet.

Jetzt steht fest: KTM Industries hat 60 Prozent am Motorradwerk GASGAS gekauft. KTM hat bereits 2013 von BMW die Marke Husqvarna übernommen und im letzten Geschäftsjahr ca. 48.500 Motorräder dieser Marke verkauft. KTM ist bereits Europas größter Motorradhersteller mit ca. 265.000 Motorrädern im Jahr. Als Mehrheits-Eigentümer von GASGAS sichert sich KTM Industries AG wichtige zusätzliche Marktanteile auf dem Trial- und Enduro-Sektor. Gemeinsam mit GASGAS werden auch neue Modelle entwickelt, manche werden auf einer KTM-Plattform basieren.

GASGAS wurde 1985 gegründet und gilt inzwischen als Offroad-Traditionsmarke. Vor drei Jahren hat der spanische Elektro-Zweiradhersteller Torrot die Marke GASGAS übernommen. Seither hat sich die Verarbeitungsqualität verbessert. Für 2019 wurden die EC250 (€ 8850.-) und die EC300 (€ 8999.-) mit modifiziertem Zylinderkopf, neuem E-Starter, verbesserten Mappings und neuem Lenker auf den Markt gebracht – als direkte Kontrahenten von KTM. Aber als Nischenhersteller bot bisher GASGAS weder eine Zweitakt-Einspritzung noch eine Getrenntschmierung an.

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