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Triumph: Praktisch ganze Produktion in Thailand
Triumph will auch die Produktion der letzten Volumenmodelle von England nach Thailand verlegen. In Hinckley/England werden weiterhin die Motorräder entwickelt und spezielle Kleinserien gebaut.
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Mit der Verlegung der Produktion der Speed Triple und der Tiger 1200 nach Chonburi/Thailand wird der Bau von weiteren 2000 Motorrädern pro Jahr in Hinckley/England wegfallen. Schon heute werden von den 65.000 Motorrädern, die Triumph pro Jahr baut, nur noch rund 10 Prozent oder 6500 Stück in England gebaut.
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In Zukunft sollen nur noch Highend-Kleinserien, genannt Triumph Factory Custom, in England gebaut werden. Etwa 50 Produktions-Mitarbeiter werden entlassen. Im Interview mit der englischen Motorradzeitung Motorcycle News umriss Triumph-CEO Nick Bloor die Strategie: Triumph will seine Produktion weiter steigern und sieht Wachstumspotential derzeit vor allem in den Märkten Asiens. Die Abteilung für Entwicklung und Design soll in England verbleiben und sogar noch ausgebaut werden. In Kürze werden in dieser Abteilung zusätzliche 20 Arbeitsplätze geschaffen. Schon heute werden die zusätzlichen 2000 Maschinen, die nun auch in Thailand gebaut werden sollen, die Triumph-Fabrik in Chonburi (im riesigen Industriegürtel der Peripherie von Bangkok gelegen) nicht aus dem Tritt bringen: Derzeit wird in zwei Schichten gearbeitet, ohne weitere Investitionen kann problemlos auf drei Schichten erhöht werden.
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Diese Neuigkeiten kommen nur vier Wochen, nachdem Triumph und der indische Hersteller Bajaj eine Partnerschaft zur Entwicklung und Produktion einer Modellreihe mit weniger als 500 ccm bekannt gegen haben.
Forschung und Entwicklung in Europa, Massenproduktion in Asien: So lautet derzeit die Formel, mit denen die Industrie generell die Sorgen europäischer Arbeitnehmer zerstreut. Ist man unterwegs in Asien und redet mit jungen Leuten, so erzählen viele, dass sie an einer Universität Maschinenbau oder Industriedesign studieren. Speziell in Thailand wurde in den letzten Jahrzehnten in ein gutes Ausbildungssystem investiert. Wie lange es noch geht, bis erste Industrien auch Forschung und Entwicklung nach Asien verlegen, wird sich weisen.
Sicher ist, dass sich mit einer solchen Verlegung die Kosten weiter senken liessen. Und die Kosten und damit der Endpreis für den Kunden werden in Zukunft wichtiger werden, weil derzeit immer neue Marken auf den Motorradmarkt drängen, die sich schon in naher Zukunft nicht mehr auf Motorräder mit kleinen Hubräumen beschränken werden.
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