Honda CRF300L und CRF300 Rally: Echte Waldmaschinen

Von Rolf Lüthi
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Honda hat seine kleine Wander- und Reise-Enduro komplett überarbeitet, mit mehr Hubraum und neuem Fahrwerk. Es sind Maschinen in der Tradition genügsamer japanischer Gelände-Hüpfer.

Schon seit 2012 bot Honda in Europa die CRF250 – naturgemäss wenig beachtet und nicht in grossen Stückzahlen verkauft. Trotzdem kommt nun ein umfassend renoviertes Modell auf den Markt, denn in anderen Weltengegenden besteht eine grössere Nachfrage nach solch anspruchslosen, geländegängigen Motorrädern.

Mit der neuen Modellbezeichnung einher geht eine Aufstockung des Hubraums um 37 auf 286 ccm, erreicht durch die Verlängerung des Hubs von 55 auf 63 mm. Dazu wurden die Einlass-Steuerzeiten, der Einlasstrakt und die Auspuffanlage überarbeitet. Als Leistungsdaten werden neu 27,3 PS bei 8.500/min und 26,6 Nm bei 6.500/min angegeben (vorher 24,7 PS bei 8.500/min und 22,6 Nm bei 6.750/min). Der neue Motor erfüllt Euro 5 und ist ab 2000/min deutlich kräftiger als sein Vorgänger.

Um den verbesserten Durchzug des Motors zu nutzen, sind die Gänge 1 bis 5 kürzer übersetzt. Der 6. Gang ist für entspanntes Cruisen bei höheren Geschwindigkeiten länger ausgelegt. Die Anti-Hopping-Kupplung reduziert den Kraftaufwand am Kupplungshebel um 20 % und beim schnellen Herunterschalten ein blockieren oder stempeln des Hinterrads. Als Höchstgeschwindigkeit werden nun 132 km/h angegeben (vormals 129 km/h).

Am neuen Fahrwerk wurden insgesamt 4 kg eingespart, vollgetankt wiegt die CRF300 Rally nurmehr 142 kg. Der Doppelschleifen-Stahlrahmen mit 25 % weniger seitlicher Steifigkeit ist neu, ebenso die einteilige Schwinge aus Aluguss. Die Bodenfreiheit wurde von 255 auf 285 mm erhöht. Rahmen und Motor sitzen nun 20 mm höher, was auf die Überarbeitungen des unteren Rahmenteils, des Kurbelgehäuses und der Ölablassschraube zurückzuführen ist. Die Werte für Lenkkopfwinkel und Nachlauf sind jetzt auf 62,5° und 109 mm (vorher 62,4°/ 113 mm), der Radstand ist um 10 mm auf 1.455 mm verlängert.

Die 43-mm-Showa-Upside-Down-Gabel hat 10 mm mehr Federweg (260 mm). Zusätzlich wurden Federstärke und Dämpfung überarbeitet, um den Einstellbereich für zu erweitern. Die Pro-Link-Hinterradaufhängung verfügt über einen Federweg von ebenfalls 260 mm (vorher 240 mm). Die Bremsen blieben unverändert, ein Zweikanal-ABS ist serienmässig.

Die neu gestalteten Plastikteile verhelfen beiden Modellversionen zu einem schlankeren Auftritt. Der Lenker wurde etwas nach hinten verlagert und die Fußrasten abgesenkt und ebenfalls nach hinten versetzt. Die Sitzhöhe erhöhte sich um 5 auf 880 mm.

Ein neu gestaltetes, 70 g leichteres LC-Display mit grösseren, schwarzen Ziffern auf einem weißen Display soll besser ablesbar sein. Das Display beinhaltet eine Ganganzeige und zeigt Kilometerstand, Verbrauch und Durchschnittsgeschwindigkeit an. Zudem verfügt es über eine Stoppuhr und einen Drehzahlmesser.

In der Schweiz bietet Honda die neuen 300er Enduros ab 5670 und 7470 CHF an, die Preise in Deutschland und Österreich stehen noch nicht fest.

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