Alvaro Bautista über Domi Aegerter: «Er war schnell»

Von Ivo Schützbach
MotoE
Neben seinem MotoE-Engagement unterschrieb Dominique Aegerter für 2020 auch einen Vertrag mit Honda als Testfahrer für die Superbike-WM. Was Alvaro Bautista und Leon Haslam erwarten.

Als der Schweizer Dominique Aegerter seinen Superbike-Testfahrer-Vertrag mit der Honda Racing Corporation (HRC) unterschrieb, war vorgesehen, dass er ab März 2020 über das Jahr insgesamt sechs Tests auf der CBR1000RR-R Fireblade in Asien absolviert. Dann kam die Coronakrise, freies Reisen ist seither in weiten Teilen der Welt unmöglich.

Der 29-jährige Rohrbacher fand nach zehn Jahren in der Moto2-WM und einer durchwachsenen Saison 2019 bei MV Agusta Forward Racing im vergangenen Herbst keinen Dauer-Job für dieses Jahr und kam schließlich bei Intact GP für das MotoE-Projekt unter.

Seine ganze Superbike-Erfahrung stammt vom Endurance-Bike, Aegerter wird dieses Jahr im November auch das prestigeträchtige Acht-Stunden-Rennen in Suzuka für Honda bestreiten.

«Dominique fuhr bereits im Winter mit der Honda und er war immer schnell», lobte Werksfahrer Alvaro Bautista. «Er gab gute und präzise Kommentare ab, er fühlt die gleichen Dinge wie Leon Haslam und ich. Insgesamt gesehen verfügt er über viel Erfahrung und kann uns bei der Entwicklung helfen. Letztlich ist es aber so, dass Honda anhand der Kommentare von Leon und mir entwickelt. Der Testfahrer wird vor allem dafür genützt, um gemachte Änderungen erneut zu überprüfen.»

Neben Aegerter, Takumi Takahashi und Jordi Torres hat auch Stefan Bradl die Fireblade schon getestet. «Dabei ging es aber nur darum zu sehen, ob alles funktioniert», hielt Bautista fest. «Das hatte nichts mit der Entwicklung zu tun.»

«Die letzten paar Zehntelsekunden müssen die Stammfahrer finden», unterstrich Haslam gegenüber SPEEDWEEK.com. «Aber um grundsätzliche Teile zu testen, und bislang machten wir nichts anderes, kann Domi helfen. Für uns geht es derzeit nicht um einen Millimeter Änderung hier und dort, wir nehmen große Änderungen vor und probieren fundamentale Dinge. Auf Phillip Island haben wir zu viel versucht, das hat uns daran gehindert, bessere Ergebnisse zu holen. Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit auf der Leistungsentfaltung und Einspritzung. Diese beiden Sachen bestimmen, wie ein Motorrad arbeitet. Sie haben aber wiederum Auswirkungen auf alles andere. Ist die Leistungsentfaltung zu aggressiv, musst du das Chassis anpassen. Ist zu wenig Leistung vorhanden, kannst du alles andere ändern. Es geht darum, die beste Kombination aus allem zu finden. So lange wir gut aus den Kurven hinauskommen, hat die Honda den Speed für die Gerade. Das ist positiv. Wir müssen mit der Leistung am Kurvenausgang aber richtig umgehen. Ich bin nicht unglücklich über unseren Speed, wir müssen ihn aber besser managen.»

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