Gespann-MX-Veteranencup: Wiedersehen mit alten Stars

Von Axel Koenigsbeck
Motocross

Mit Schmid/Meusburger und Kremer/Schneider teilten sich zwei der Favoritenteams beim Saisonauftakt zum Motocross-Gespann-Veteranencup in Laubuseschbach die Siege.

Wie in den vergangenen Jahren haben die Veranstalter des Veteranencups keine Mühe, die Startreihen gefüllt zu bekommen. Beim Publikum gelten die klassischen Dreiräder als Attraktion, zumal es auch ein Wiedersehen mit manchen prominenten Fahrern und Beifahrern von früher gibt. Zu den dreifachen Cupsiegern Dietmar Schmid/Mario Meusburger, Christof Kremer/Christof Schneider und anderen früheren DM-Teilnehmern, haben sich nun auch Gerhard Nabbe/Hermann Groninger gesellt. Allerdings bringt der frühere Deutsche Vizemeister nicht den bärenstarken Folan-Zweitakt-Twin von damals an den Start, sondern einen Yamaha-XT-Einzylinder. «Wir könnten den Folan mit unserer derzeitigen Kondition nicht richtig bändigen», stapelte Nabbe tief. Als Fahrwerk fungiert ein Kitrahmen mit EML-Komponenten, wie er Mitte der 1980er eine Zeit lang angesagt war.

Auch wenn Nabbe/Groninger in beiden Läufen gut mithalten konnten, waren die Favoriten doch schneller. Allen voran Schmid/Meusburger, die im Zeittraining auf den letzten Drücker die Bestzeit von Kremer/Schneider toppten und sich damit den besten Startplatz sicherten. Die Starts gewannen allerdings das Vater-Sohn-Team Volker und Moritz Barrabas. Allerdings konnten die Welzheimer ihre Verfolger über die Distanz nicht in Schach halten. Im zweiten Durchgang musste der führende Schmid zwischenzeitlich stoppen, da der Gasgriff klemmte. So reichte es am Ende nur für Rang 17, womit die Meisterschaft spannend bleibt. Thomas Ungemach und sein neuer Beifahrer Stefan Pfaff hatten in der frisch gewässerten ersten Kurve Mühe, ihr EML-Gespann unter Kontrolle zu halten. Um die Staubentwicklung in Grenzen zu halten, war die Strecke vor dem Rennen abgespritzt worden, weshalb sich auch andere Gespanne spektakulär drehten.

Zufrieden zeigte sich Rolf Bremer. Der Norddeutsche hat seine Knübben-Yamaha, die auf 277 Grad Hubzapfenversatz umkonstruiert ist, mit einem neuen Schalldämpfer kombiniert: «Nun lässt sich der Motor noch besser fahren als vorher.» Nach schlechtem Start konnten er und Passagier Dominik Niemand kräftig Boden gutmachen. Auch Peter Pitz, Cupsieger 2011, strahlte, denn der erste Einsatz mit Sohn Julian verlief besser als erwartet. Unter die ersten zehn fuhren beide Mal auch Harald Pelzer/Geer Schroen mit ihrem Heos-Yamaha-Einzylinder. «Und das, obwohl wir nicht jünger werden», freute sich der niederländische Beifahrer. Werner und Frank Sigel pilotierten ihr Wasp-Gespann mit Yamaha-TR1-V-Motor jeweils auf den zehnten Platz. Karlheinz Renner/Beat Meyer schieden im ersten Lauf mit gebrochener Stoßdämpferaufnahme am Rahmenheck aus. Die Südbadener bringen – wie auch Mike Hug sowie das Ehepaar Julius und Veronika Reimann – Honda-Vierzylindermotoren an den Start.

Die weiteren Termine 2014: 7./.6 Beuern, 21./22.6. Weimar-Wolfhausen, 9./10.8. Bramberg, 6./7.9. Hennweiler, 21./22.9. Wächtersbach-Aufenau, 3./4.10. Odenheim.

Ergebnisse Motocross-Gespann-Veteranencup Laubuseschbach/D:

1. Lauf: 1. Schmid/Meusburger (D/A), EML-Yamaha. 2. Kremer/Schneider (D), Heos-Honda. 3. Barrabas/Barrabas (D), Wasp-Yamaha. 4. Nabbe/Groninger (D), EML-Yamaha. 5. Ungemach/Pfaff (D), EML-Yamaha. 6. Pitz/Zimmermann (D), EML-Yamaha. 7. Bremer/Niemand (D), Wasp-Yamaha. 8. Schäfer/Scherm (D), EML-Yamaha. 9. Pelzer/Schroen (D/NL), Heos-Yamaha.

2. Lauf: 1. Kremer. 2. Barrabas. 3. Nabbe. 4. Bremer. 5. Ungemach. 6. Hug/Reimann (D), EB-Honda. 7. Renner/Meyer (D), EML-Honda. 8. Pelzer. 9. Pitz. 10. Sigel/Sigel (D), Wasp-Yamaha TR1.

Cup-Stand nach 2 von 14 Läufen: 1. Kremer 47. 2. Barrabas 42. 3. Nabbe 38. 4. Bremer u. Ungemach je 32. 6. Schmidt 29. 7. Pitz 27. 8. Pelzer 25. 9. Schäfer 23. 10. Sigel 22.

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