Sepang: Dovizioso siegt, Titelentscheidung vertagt

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Fantastisch: Andrea Dovizioso feierte seinen sechsten Saisonsieg

Fantastisch: Andrea Dovizioso feierte seinen sechsten Saisonsieg

Kann Ducati-Pilot Andrea Dovizioso seine Titelchance bewahren? Das war die große Frage des Sepang-GP. Die Antwort lieferte Andrea Dovizioso mit seinem sechsten MotoGP-Sieg in dieser Saison.

Bereits in den letzten Runden des Moto2-Rennens fielen Regentropfen zu Boden. Als die MotoGP-Piloten in ihr Rennen starteten, war die Strecke komplett nass. Dani Pedrosa startete von der Pole-Position vor Rookie Johann Zarco und dem WM-Zweiten Andrea Dovizioso, der 2016 im Regen von Sepang siegte. WM-Leader Marc Márquez, der vor dem Rennen in Sepang 33 Punkte Vorsprung auf Ducati-Pilot Dovizioso hatte, fuhr nur von der siebten Position los.

Der kranke Jonas Folger wurde von Superbike-Pilot Michael van der Mark im Tech3-Team ersetzt. Er startete vom 22. und letzten Rang.

Start: Dani Pedrosa startet stark, doch es ist Márquez, der von Startplatz 7 in Führung schießt. Der WM-Leader muss aber weit gehen, Zarco setzt sich an die Spitze. Danilo Petrucci musste nach Problemen in der Aufwärmrunde vom Ende des Feldes starten.

Runde 1: Johann Zarco führt das Feld vor Lorenzo, Márquez, Pedrosa und Dovizioso an. Dovizioso schnappt sich Pedrosa und liegt hinter Márquez. Zarco hat bereits 1,5 sec Vorsprung.

Runde 2: Zarco liegt 1,4 sec vor Lorenzo. Weitere 1,1 sec dahinter folgt Márquez vor seinem WM-Rivalen Dovizioso, Pedrosa, Suzuki-Pilot Rins und Smith auf der Red Bull-KTM, der nur von der 17. Position gestartet war. Rossi nur Elfter.

Runde 3: Der Vorsprung von Zarco, der den weichen Regen-Hinterreifen einsetzt, liegt bei 1,3 sec auf Lorenzo. Márquez und Dovizioso haben sich von Pedrosa abgesetzt. Smith glänzt auf Platz 6 vor Rins, Redding, Baz, Rossi und Pol Espargaró. Folger-Ersatz van der Mark liegt auf Platz 17 hinter Petrucci.

Runde 4: Ducati-Pilot Jorge Lorenzo ist der schnellste Mann auf der Strecke: 2:14,947 min. Dovizioso setzt Márquez unter Druck. Beide KTM-Piloten liegen nun in den Top-10, denn Espargaró schnappte sich Rossi.

Runde 5: Dovizioso hat sich Márquez geschnappt, geht aber weit. Nur knapp kann Dovizioso eine Berührung vermeiden. Der Italiener geht wieder an Márquez vorbei. Aprilia-Pilot Sam Lowes stürzt.

Runde 6: Alex Rins wirft ein Top-Resultat in den Kies und stürzt auf Platz 6 liegend. Zarco hat 1,4 sec Vorsprung auf Lorenzo. Loris Baz geht ebenfalls zu Boden. Dovizioso hat sich von Márquez abgesetzt.

Runde 9: Lorenzo hat Zarco eingeholt und überholt den Rookie. Dovizioso holt rasant zu den Top-2 auf. Karel Abraham stürzt. In Kurve 14 geht Dovizioso an Zarco vorbei. Gibt Lorenzo seinen ersten Ducati-Sieg für seinen Teamkollegen Dovizioso auf?

Runde 11: Dovizioso liegt 0,4 sec hinter Lorenzo. Zarco hat 1,5 sec Vorsprung auf Márquez. Dovizioso braucht unter diesen Umständen einen Sieg, um die Titelentscheidung zu vertagen.

Runde 14: Márquez liegt nach einem gefährlichen Rutscher 1,9 sec hinter Johann Zarco. Dovizioso hat 0,7 sec Rückstand auf Lorenzo. Der Mallorquiner ist 0,3 sec schneller als sein Teamkollege.

Runde 15: Lorenzo erhält die Anweisung auf sein Dashboard, das Mapping zu ändern. Ein Code dafür, Dovizioso Platz zu machen?

Runde 16: Lorenzo geht weit und kann nur knapp einen Sturz vermeiden. Sein Knieschleifer zieht eine lange rote Linie durch die Kurve. Dovizioso führt. Siegt er, reduziert sich sein Rückstand auf 21 Punkte.

Runde 18: Dovizioso hat 0,8 sec Vorsprung auf Lorenzo, der seinen Teamkollegen davonziehen lässt. Marc Márquez liegt 6,2 sec hinter Zarco. Der Regen nimmt zu.

Letzte Runde: Andrea Dovizioso fährt mit 1,1 sec Vorsprung auf Lorenzo seinem sechsten Saisonsieg entgegen. Dahinter folgen Zarco, Márquez, Pedrosa, Petrucci und Rossi.

Ziel: Mission erfüllt für Ducati. Durch seinen Sieg verkürzte Andrea Dovizioso seinen Rückstand auf Marc Márquez auf 21 Punkte. Die Titelentscheidung fällt erst beim Saisonfinale in Valencia. Jorge Lorenzo sicherte mit 0,743 sec Rückstand Platz 2 vor Johann Zarco (Yamaha) und Marc Márquez (Honda). 5. Dani Pedrosa (Honda), 6. Danilo Petrucci (Ducati), 7. Valentino Rossi (Yamaha), 8. Jack Miller (Honda), 9. Maverick Viñales (Yamaha) und 10. Pol Espargaró. Ferner: 12. Bradley Smith (KTM), 16. Michael van der Mark (Yamaha).

In Valencia reicht Marc Márquez bei einem Sieg von Dovizioso ein 11. Rang, um sich zum Weltmeister zu krönen. Sammelt Márquez als Zwölfter vier Punkte, ist er punktgleich zu Dovizioso, der dann aber mehr Siege auf dem Konto hat.

«Jorge pushte zur Rennmitte, doch meine Pace war gut, darum konnte ich das im Griff behalten. Der Grip war sehr gering, wir hatten große Probleme. Jorge verlor die Front, wie auch ich mehrmals. Es war schwierig, aber unsere Maschine funktionierte sehr gut. Es war ein perfektes Wochenende für mich. Ein großes Dankeschön an mein Team. So muss man an einem Rennwochenende arbeiten», lachte der überglückliche Andrea Dovizioso nach seinem sechsten Saisonsieg.

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