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Rivola (Aprilia): Was F1 und MotoGP unterscheidet

Aprilia-Rennchef Massimo Rivola erlebte 2019 keinen einfachen Start in seine MotoGP-Karriere. Der ehemalige Ferrari-Sportdirektor weiß aber genau, warum er von der Formel 1 in die Motorrad-WM wechselte.

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Massimo Rivola hat 21 Jahre lang in der Formel 1 gearbeitet und dort mehr als 300 Grand Prix miterlebt. Zwölf Jahre lang war er für Minardi tätig, dann bei Toro Rosso und zuletzt agierte er sieben Jahre lang als Sportdirektor bei der Scuderia Ferrari. Seit 7. Januar 2019 ist er in Noale als CEO der Aprilia-Rennabteilung im Einsatz.

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Der 48-jährige Italiener und leidenschaftliche Motorradfahrer nannte für den Schritt vor allem einen Grund: "Was wir hier in der MotoGP schaffen, ist meiner Meinung nach eine einzigartige Show. Im Fahrerlager fühlt man wirklich die Leidenschaft, auch auf den Tribünen. Die MotoGP ist ein riesiges Event, wenn man sich die Leidenschaft der Leute ansieht. Was das angeht, unterscheidet es sich ziemlich von den vier Rädern. Vielleicht ist es ein bisschen weniger Business, die Formel 1 ist mehr auf das Business und die Technologie ausgerichtet. Aber um ehrlich zu sein, ich habe gewechselt, weil ich Motorräder liebe. Und das kann ich hier spüren, das ist für mich der große Unterschied."

Die erste MotoGP-Saison gestaltete sich für Rivola aber alles andere als einfach, Aleix Espargaró und Andrea Iannone landeten nur auf den WM-Rängen 14 und 16. Für einen Hoffnungsschimmer sorgte der Australien-GP auf Phillip Island, als der italienische Neuzugang das Feld sogar kurzzeitig anführte und Platz 6 belegte. Aleix sorgte als Zehnter dafür, dass beide RS-GP in den Top-10 geführt wurden.

Damals hatte Rivola schmunzelnd angekündigt, dass er das Bild von Iannone auf P1 den ganzen Winter über als Motivationsquelle einsetzen wollte: "Ich werde es in der Firma alle 30 Sekunden herzeigen, weil wir diesen Antrieb brauchen." Doch am 17. Dezember folgte der Schock: Iannone wurde vom Motorrad-Weltverband wegen eines positiven Doping-Tests vorläufig suspendiert.

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Dabei legt Aprilia große Hoffnungen in die neue RS-GP für die MotoGP-Saison 2020, die beim Sepang-Test Anfang Februar erstmals auf der Strecke zu sehen sein wird: "Wir haben ein ehrgeiziges Projekt. Wir wissen, dass wir nicht so groß wie unsere Gegner sind. Vor uns liegt ein langer Weg, wir sind aber recht optimistisch ihn zu gehen. Ich kann sagen, dass in diesem Jahr schon einige positive Signale im Team und in der Performance zu erkennen waren", meinte Rivola.

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Sollten es Iannone nicht gelingen, die Doping-Vorwürfe gegen ihn zu entkräften, wird sich Aprilia noch mehr auf die Speerspitze Aleix Espargaró konzentrieren müssen. "Ich muss sagen, dass Aleix – vielleicht wie Pol bei KTM – insgesamt eine sehr starke Performance abgeliefert hat", lobte Rivola die Leistung des 30-jährige Spaniers nach der ersten gemeinsamen Saison.

Übrigens: Aprilia schwieg bisher zum Doping-Fall. Wer den Platz von Iannone im Falle einer dauerhaften Sperre einnehmen würde, ist somit noch nicht klar. Zumindest für die Entwicklungsarbeit kann der Hersteller aus Noale aber auf Testfahrer Bradley Smith zählen.

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