Massimo Rivola: Die vielleicht beste Fahrerpaarung

Von Simon Patterson
Aprilia-Rennchef Massimo Rivola möchte gemeinsam mit seinen Fahrern Aleix Espargaró und Neuankömmling Maverick Viñales ein konkurrenzfähiges Motorrad bauen, um 2022 weiter anzugreifen.

Massimo Rivola ist froh darüber, dass Maverick Viñales schon ab dem Aragón-GP für Aprilia auf Punktejagd gehen kann. So fällt es dem Spanier leichter, sich für 2022 in eine gute Ausgangsposition zu bringen, glaubt der Rennchef von Aprilia. «Wir haben die Chance, auf Mavericks Vorlieben einzugehen und stellen ihm nicht ein fertiges Motorrad hin. Es ist eine gute Gelegenheit und wir möchten diese nutzen», verdeutlicht der Italiener.

Nach der Trennung von Yamaha und dem Engagement bei Aprilia saß Viñales bereits bei einem Test in Misano auf der RS-GP. Dennoch mahnt Rivola zur Vorsicht: «Ich habe Maverick gesagt, dass er seine Erwartungen nicht zu hoch schrauben soll, weil er nicht mehr auf einem Motorrad sitzt, mit dem er die Meisterschaft gewinnen kann. Es wird nicht einfach werden. Aber das Gute daran ist, dass wir mit ihm ein Sieger-Motorrad bauen wollen. Wir werden uns darauf konzentrieren und ich denke, wir haben vielleicht die beste Fahrerpaarung im gesamten Feld.»

Aprilia befindet sich nach der starken ersten Saisonhälfte und der Podest-Premiere von Aleix Espargaró weiter im Aufwind. Mit Viñales als Nachfolger von Lorenzo Savadori hat das Werk aus Noale auch zwei starke Fahrer, wenn bei Viñales die Einstellung passt. Bei Yamaha passte diese nicht mehr. Er fuhr auf dem Sachsenring und beim ersten Rennen in Spielberg hinterher und wollte offenbar sogar den Motor der M1 zerstören.

Rivola hält sich dahingehend bedeckt: «Ich möchte mich nicht in die Yamaha-Sache einmischen, weil ich nicht alle Details kenne, aber was er getan hat, war mit Sicherheit falsch. Er hat die Strafe dafür bekommen. Wir haben dafür jetzt die Chance, unser Bestes für ihn zu tun. Wenn das nicht gut genug für ihn ist, dann können wir sagen, dass wir unser Bestes getan und es versucht haben. Ich glaube, dass es in jeder Familie nie zu 100 Prozent an einer Person liegt, wenn etwas nicht gut läuft.»

26 Jahre ist Maverick Viñales alt und Rivola träumt davon, den Piloten aus Figueres möglichst lange bei Aprilia zu halten. «Er kommt mit fünf Jahren MotoGP-Erfahrung zu uns. Ich hoffe, dass er noch fünf weitere Jahre mit uns verbringen kann. Wenn wir das Glück haben, ihn für fünf Jahre zu halten, haben wir ihn in der vielleicht besten Phase seiner Karriere - was das Alter angeht und zwar aus körperlicher und geistiger Sicht.»

Was passiert aber mit Lorenzo Savadori? Der Italiener, der sich beim Steiermark-GP eine Verletzung zuzog und in Silverstone in der Box über den Treppchenplatz von Espargaró jubelte, wurde geopfert. «Wir wollen Lorenzo auf jeden Fall bei uns behalten, denn er war ein echter Rookie, der aus dem Nichts kam und die Strecken, die Reifen und die steifen Motorräder nicht kannte, aber er hat gezeigt, dass er in diesem Fahrerlager bleiben kann», macht Rivola klar. «Er ist ein Aprilia-Typ, und wir wollen ihn behalten und ihm einige Kilometer geben. Er ist eine Bereicherung für uns.»

Stand Fahrer-WM nach 12 von 18 Rennen:

1. Quartararo, 206 Punkte. 2. Mir 141. 3. Zarco 137. 4. Bagnaia 136. 5. Miller 118. 6. Binder 108. 7. Viñales 95. 8. Oliveira 85. 9. Aleix Espargaró 83. 10. Martin 64. 11. Rins 64. 12. Marc Márquez 59. 13. Nakagami 58. 14. Pol Espargaró 52. 15. Alex Márquez 50. 16. Morbidelli 40. 17. Petrucci 36. 18. Bastianini 35. 19. Lecuona 33. 20. Marini 28. 21. Rossi 28. 22. Bradl 11. 23. Pedrosa 6. 24. Savadori 4. 25. Pirro 3. 26. Rabat 1.

Konstrukteurs-WM:
1. Yamaha 234. 2. Ducati 225 Punkte. 3. KTM 162. 4. Suzuki 158. 5. Honda 115. 6. Aprilia 84.

Team-WM:
1. Monster Energy Yamaha, 301 Punkte. 2. Ducati Lenovo 254. 3. Pramac Racing 205. 4. Suzuki Ecstar 205. 5. Red Bull KTM Factory Racing 193. 6. Repsol Honda 118. 7. LCR Honda 107. 8. Aprilia Racing Team Gresini 87. 9. Tech3 KTM Factory Racing 69. 10 Petronas Yamaha SRT 68. 11. Esponsorama Racing Ducati 63.

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