MotoGP: Das hatte Ducati anders geplant

Offiziell: Tech3 ab 2023 mit GASGAS und Pol Espargaró

Von Nora Lantschner
Es ist offiziell: Nach der Moto2 und Moto3 wird GASGAS künftig auch in der Königsklasse MotoGP am Start sein. Dazu kehrt Pol Espargaró in die KTM-Familie zurück.

Was SPEEDWEEK.com-Leser bereits wussten, wurde bei einer Pressekonferenz im Rahmen des KTM-Heimrennens in Spielberg soeben verkündet: Das Tech3 Factory Team von Hervé Poncharal wird künftig die GASGAS-Farben in die MotoGP-WM bringen. Die Maschinen der ursprünglich spanischen Marke werden baugleich mit der KTM RC16 sein.

Ebenfalls bestätigt ist die Verpflichtung des 31-jährigen Pol Espargaró, der nach zwei Jahren bei Repsol-Honda in die KTM-Gruppe zurückkehren wird. Poncharal bezeichnete den Spanier als perfekten Botschafter für die Marke GASGAS.

Noch nicht bekanntgegeben wurde, wer sein Teamkollege sein wird. Die besten Karten hat aber der aktuelle Tech3-Fahrer und letztjährige Moto2-Weltmeister Remy Gardner (24). Allerdings sind die Türen auch für Miguel Oliveira noch nicht ganz zu.

Pit Beirer, Motorsport-Direktor der Pierer Mobility AG, sagte zum MotoGP-Einstieg von GASGAS: «Es ist eine Siegermarke, die in Disziplinen wie MXGP, Supercross, Enduro und Rallye auf Anhieb einen unglaublichen Level erreicht hat. Wir gewannen dort Grand Prix und Main Events und holten WM-Titel und Gesamtsiege.»

«Für uns ist es eine relativ junge Marke und wir verfolgen neue Ziele», ergänzte Beirer, der das MotoGP-Team als finalen Schritt für das GASGAS-Projekt im GP-Paddock sieht. Es entsteht somit ein Pendant zur KTM-Nachwuchsleiter von den kleinen Kategorien bis hin zur Königsklasse. «Dank eines starken Partners, dem Aspar Team, konnten wir die GASGAS-Bikes in der Moto3- und Moto2-Kategorie im Spitzenfeld sehen. Es wäre großartig, dasselbe letztendlich auch in der härtesten Klasse von allen zu sehen. Ich möchte Hervé und dem Tech3 Factory Racing Team dafür danken, dass sie stets offen sind und wirklich hinter dieser Veränderung stehen, das GASGAS Factory Racing Team zu werden. Wir glauben, dass es aufregend und anders ist.»

KTM-Vorstand Hubert Trunkenpolz betonte: «Den Namen GASGAS größer und weiter zu sehen als die Ursprünge im Trial war in vielerlei Hinsicht sehr erfolgreich. Nachdem wir gesehen hatten, was wir in der Moto3 und Moto3 erreichen konnten, war die nächste Frage, ob wir GASGAS in die MotoGP bringen könnten. Wir freuen uns jetzt sehr, diesen Schritt machen zu können. Es ist eine neue Reise und ich weiß, dass die Marke sofort auffallen wird. Das Team, die Fahrer und das Management werden GASGAS helfen, in der ‚premier class‘ für Furore zu sorgen. Darauf hoffen wir.»

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