Cal Crutchlow: «Marc Márquez fährt wirklich gut»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Cal Crutchlow im zweiten freien Training in Laguna Seca

Cal Crutchlow im zweiten freien Training in Laguna Seca

Tech3-Yamaha-Pilot Cal Crutchlow rutschte im zweiten Laguna-Training auf Platz 5 ab. Aber er kennt die zwei Sektoren, wo er schneller werden muss.

Nach der Bestzeit am Freitagvormittag rutschte Cal Crutchlow am Nachmittag an die fünfte Position ab, mit 1:22,457 min büsste er 0,417 Sekunden auf die Bestzeit ein.

Cal, wie war dein Freitagnachmittag?

Scheisse, nicht gut. Wir hatten ein bisschen Mühe. Eigentlich hatten wir schon in der Früh Mühe. Wir haben für den Nachmittag am Motorrad etwas geändert, aber nicht das, was ich wollte. Also sind wir die ganze Session mit demselben Problem rumgefahren.

Wir haben die Gelegenheit verpasst, etwas Besseres auszuprobieren. Aber ich denke, wir wissen, was wir für den Samstag ändern müssen.

Es gibt einen Sektor, in dem ich mich fahrerisch verbessern muss. Dazu gibt es einen Sektor, wo das Motorrad und ich schneller werden müssen.

Ich bin in zwei Sektoren der Schnellste, in den andern zwei bin ich Achter und Neunter. Im ersten und im dritten Sektor, dort muss ich mich steigern.

Wo verlierst du dort die Zeit?

Ein bisschen beim Bremsen, da fehlt es am Grip. In den anderen Abschnitten sind wir stark.

Alle Yamaha-Fahrer beschweren sich über die gleichen Symptome wie ich. Das ist lustig, weil es üblicherweise nicht passiert, um ehrlich zu sein. Normal ist es so, dass Valentino und ich einer Meinung sind, Lorenzo hat eine andere. Oder umgekehrt. Diesmal haben wir alle die gleichen Sorgen. Nur Bradley sagt, er habe überhaupt keine Probleme. Gut für ihn. Er lernt die Piste, er hat andere Sorgen.

Wir haben das ganze zweite Training mit denselben Reifen bestritten.

Hast du den harten Hinterreifen probiert?

Nein, ich glaube, Stefan war als einziger mutig genug. Ha, ha!

Wenn du einen neuen Reifen reinsteckst, bist du immer ziemlich schnell. Aber es ist komisch, es ist derselbe Reifen wie im Vorjahr, aber wir können damit nicht fahren.

Ich habe dieses Thema beim Meeting der Safety Commission am Freitag abend angesprochen.

Wie kann das sein? Letztes Jahr hat praktisch jeder Teilnehmer diesen harten Hinterreifen im Rennen verwendet. Heute hat ihn ein Fahrer ausprobiert – und es war ein Desaster. Das sieht man beim Blick auf die Zeitenliste.

Wie das passieren kann, ist mir ein Rätsel. Denn das Layout der Piste ist nicht verändert worden. Aber es ist bisher bei allen Rennen dasselbe gewesen. Die harten Reifenmischungen sind unbrauchbar.

Jorge Lorenzo war im zweiten Training Sechster. Kann er im Rennen um den Sieg fighten?

Ich bin überzeugt davon. Jorge hat in der Früh einfach sichergestellt, dass ihm nicht mehr derselbe Fehler passiert wie in Deutschland, wo er am ersten Tag so schwer gestürzt ist. Er ist Freitagfrüh spazieren gefahren, um wieder das richtige Gefühl zu kriegen. Ich garantiere dir, er kommt am Sonntag für den Sieg in Frage. Was seinen körperlichen Zustand betrifft, so gibt es hier zumindest nicht diese schnellen Richtungswechsel wie in Assen. Ich denke, er wird das konditionell durchstehen.

Ich bin nicht verärgert, weil Jorge so schnell ist.

Ich bin eher wegen Marc verärgert. Warum hat er sich entscheiden müssen, so schnell zu fahren? Es gibt keinen Grund dazu... (Er lacht).

Ausserdem sind die Zeiten im Vergleich zum Vorjahr sehr langsam. Warum wir so langsam sind, weiss ich nicht. Marc ist eine Sekunde über den besten Zeiten vom Vorjahr. Aber er ist trotzdem Schnellster. Wie er das in nur 46 Runden geschafft hat, ist für mich unerklärlich. Er ist stark. Er fährt wirklich gut!

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