Michael Bartholemy: «Redding konnte Márquez besiegen»

Von Ernest Marson
Von Scott Redding wird erwartet, dass er sich nach einer recht mittelmässigen Saison 2015 jetzt bei Ducati rehabilitiert und nun endlich sein wahres Potenzial in der MotoGP-Weltmeisterschaft unter Beweis stellen kann.

Scott Reddings Selbstvertrauen und sein Optimismus sind wieder hergestellt, seit er für 2016 bei Octo Pramac Yakhnich Ducati unterschrieben hat, nachdem er ein trostloses Jahr mit dem Estrella-Galicia-0,0-Marc-VDS-Team hinter sich gebracht hatte.

Der Brite erlebte 2015 eine mühsame Zeit im Sattel der werksunterstützten RC213V und obwohl er beim Flag-to-Flag-Rennen in Misano auf dem Podium landete, fuhr der Moto2-Vizeweltmeister von 2013 nur vier weitere Male in die Top 10.

Reddings ehemaliger Teammanager bei Marc VDS, Michael Bartholemy, der auch weiterhin der persönliche Manager des 23-Jährigen bleibt, glaubt daran, dass Redding auf der Desmosedici GP15 regelmässig in die Top 6 fahren kann.

Bartholemy erzählte SPEEDWEEK.com: «Wenn sich Scott Redding etwas vornimmt und entschlossen bei der Sache ist, kann er alles erreichen. Wir dürfen nicht vergessen, dass er Marc Márquez und Pol Espargaró schon zuvor in seiner Karriere besiegt hat. Im Moment glaube ich, dass er in der Stimmung ist, alle fertigzumachen. Wenn er bis Valencia in dieser Stimmung bleibt, glaube ich, dass er eine fantastische Saison haben wird.»

?Redding erlebte in Las Termas eine Achterbahn der Gefühle. Im vierten freien Training entging er einer Katastrophe, als sich am Hinterreifen der Ducati GP15 die Lauffläche ablöste. Im Rennen kämpfte er gegen den späteren Dritten Dani Pedrosa, als ihn Probleme mit der Benzinzufuhr zur Aufgabe zwangen.

«Wir hatten in Argentinien bis zum Ausfall ein gutes Rennen, wenn man die Probleme bedenkt, die wir hatten», erklärte Redding. «Mein Start war okay, aber Jack kämpfte ohne Grund gegen mich, so verloren wir den Anschluss zur Spitzengruppe. Dann verlor ich durch den Sturz von Crutchlow und Espargaró Zeit. Aber ich konnte wieder aufholen und machte einen großartigen Bikewechsel. Es war der drittschnellste Wechsel. Ich konnte Pedrosa wieder schnappen und eine Lücke eröffnen. Doch irgendwann drehte ich in Kurve 1 das Gas auf, aber es passierte nichts. Das war das Ende. Es war frustrierend, denn wir hatten die Chance auf viele Punkte. Durch die drei Stürze wäre ich Dritter geworden. Ich war bis zum Ausfall bester Satelliten-Pilot, auch das war gut.» Immerhin: In Katar hat Scott bereits sechs WM-Punkte für den zehnten Platz eingeheimst.

Nun folgt das Rennen auf dem Circuit of the Americas. Redding hat etwas zu beweisen. «Wenn ich einen Startplatz in den ersten drei Reihen erreiche, dann kann ich auch leichter in der Gruppe vorne mitfahren. Wenn man aber von hinten startet und gegen Fahrer wie Jack kämpfen muss, dann ziehen die Jungs an der Spitze weg und die Arbeit beginnt. Man bremst später, macht Fehler, muss wieder aufholen. Das ist ein Teufelskreis», stellte Redding fest. «Nun kommen wir nach Austin. Der Asphalt dort ist sehr rau, ich hoffe, Michelin ist darauf vorbereitet.»

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