Stefan Bradl (15.): «Aus dem Konzept gebracht»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl auf der Aprilia

Stefan Bradl auf der Aprilia

Aprilia-Werkspilot Stefan Bradl leistete sich im MotoGP-FP2 in Misano einen harmlosen Sturz, der ihn etwas aus dem Konzept brachte.

Sturz und nur Platz 17 mit 1,862 sec Rückstand auf die Bestzeit von Pol Espargaró – damit war Stefan Bradl im FP2 auf dem Misano World Circuit natürlich nicht zufrieden.

Denn in der Früh war er auf Platz 12 gelandet – nur 0,675 sec hinter Rossi.

In der Gesamtwertung aus FP1 und FP2 landete Bradl deshalb auch an 15. Stelle, Aprilia-Teamkollege Bautista an 13. Stelle.

«Ich habe einen leichten Mickey-Mouse-Ausrutscher gehabt», schilderte Bradl. «Genau so wie bei Crutchlow ist mir in Turn 14 das Vorderrad leicht eingeklappt. Ich habe das Motorrad nicht losgelassen, dann hat es den Lenker links in den Oberarm, in den Bizeps geknallt. Es geht, die Schmerzen sind nicht allzu schlimm. Aber ich habe eine Verhärtung, denke ich.»

«Ich war anfangs ganz gut unterwegs mit gebrauchten Reifen, aber dann bin ich durch den Sturz ein bisschen durcheinander gekommen», setzte Bradl fort. «Zuerst habe ich mich im FP2 gut zurechtgefunden. Aber leider kam dann der leichte Sturz dazwischen. Ich hätte gleich weiterfahren können, aber die Streckenposten haben den Killschalter benützt und den Motor ausgelöscht, sonst hätte ich gleich ohne Boxenstopp weiterfahren können. Aber das Problem war, dass das Motorrad dann nicht an die Box zurückgekommen ist, ich musste also mit dem Ersatz-Bike mit dem Standard-Chassis fahren. Da habe ich gleich den Unterschied gemerkt, nachdem ich drei Runden damit gefahren bin. Danach stand das Motorrad mit dem neuen Chassis wieder in der Box, es war null-komma-null beschädigt. Am Schluss bin ich also wieder mit dem neuen Chassis gefahren, mit dem ich mich wohler fühle. Aber ich bin durch das Hin und Her ein bisschen durcheinander gekommen und bin einen Schmarrn zusammen gefahren. Der Sturz hat einen kleinen Rückschlag verursacht.»

«Aber im Grossen und Ganzen brauchen wir für Samstag nicht allzu viel verändern, aber wir werden das Bike vielleicht hinten und vorne ein bisschen höher machen, damit wir das Turning verbessern können. Bautista ist im FP2 jetzt drei Zehntel schneller gefahren als ich in der Früh. Aber ich bin ein bisschen durcheinander gekommen, denn wir hatten auf einem Bike neue Reifen, auf dem anderen gebrauchte. Ausserdem musste ich mich in jedem Run wieder an ein anderes Chassis gewöhnen. Das war ein bisschen doof. Hoffentlich haben wir dann für Samstag und Sonntag wirklich zwei neue Chassis für mich in der Box.»

«Am Samstag können wir uns verbessern. Das Doofe ist, dass wir heute nicht zwei gleichwertige Motorräder zur Verfügung hatten. Du hast zwar ein Ersatz-Bike, das du aber wirklich nur im Notfall verwenden kannst. Das neue Chassis taugt mir, das andere aber ist ein Uralt-Chassis. Heute haben kommt das reparierte Sturz-Chassis von England aus dem Werk nach Misano...»

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