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Van Horebeek (Yamaha): «Ich will Cairoli zermürben»

Von Adam Wheeler
Das Markenzeichen von Jeremy van Horebeek ist sein flatterndes Hemd

Das Markenzeichen von Jeremy van Horebeek ist sein flatterndes Hemd

In der Saison 2014 war Jeremy van Horebeek der Aufsteiger des Jahres. Er gilt als aussichtsreicher Kandidat, den WM-Titel wieder nach Belgien zu holen. Seine Strategie: Cairoli in Fehler treiben.

Den letzten WM-Titel für Belgien holte Steve Ramon im Jahre 2007.

Jeremy van Horebeek, Werksfahrer vom Team Yamaha Factory Racing Yamalube, ist sich darüber im Klaren, dass die längste und schwierigste Saison in der Geschichte des Sports mit 18 Runden, 36 Läufen und insgesamt 6 Überseerennen keine leichte Aufgabe wird.

‘JVH’ erinnert sich daran, dass aber auch Fehler zu einer Fußgelenkverletzung und einer blutigen Nase in der ansonsten recht eindrucksvollen Saison 2014 auf der YZ450FM geführt haben.

Während der offiziellen Yamaha-Team-Präsentation erklärte der Belgier: «Ich habe zum Team gesagt: Wir haben nur ein Ziel - den WM-Titel. Wenn wir am Ende unter den Top-3 landen, dann kann das ein Super-Ergebnis sein, es kann aber auch ein Desaster sein. Bei den Rennen kann so viel passieren. Das war auch bei Stefan Everts so. In einem Jahr wurde er Champion und im nächsten Jahr fiel er wegen einer Verletzung zurück und musste ein Comeback starten. Im Motocross kannst Du niemals sicher sein und weisst niemals, was passiert.»

Nach 12 Podien bei 17 Rennen im vergangenen Jahr spürt der 25-Jährige natürlich auch den steigenden Druck und die gestiegene Erwartungshaltung auf seinen Schultern. Sein persönliches highlight im vergangenen Jahr war der MXGP-Sieg beim Großen Preis der Tschechischen Republik in Loket, wo er Weltmeister Antonio Cairoli in einen Fehler trieb - eine Erfahrung, die ihm für die kommenden Monate Auftrieb geben könnte.

‘JVH’ analysiert: «Ich weiß, dass man Tony in einen Fehler treiben kann, wenn man an seinem Hinterrad dran bleibt. Das ist die Stelle, wo man ihn schlagen kann. Wenn man lange genug Druck auf ihn ausübt, fängt er an, Fehler zu machen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg: Dran bleiben und ihn durch diese Strategie zermürben. Ich stand ja schon oft vor dem Rennen in Loket auf dem Podium, aber wieder ganz oben zu stehen nach meinem ersten Sieg 2009, ist großartig. Ich war wirklich sehr glücklich darüber. Gut möglich, dass ich nicht so viele GPs gewinnen werde - ich weiß es nicht - vielleicht werde ich wieder «Mr. Zuverlässig», aber das ist okay für mich. Auf jeden Fall würde ich in diesem Jahr gern um den Titel mitfahren.» 

Das italienische Yamaha-Werksteam glaubt, dass die Startnummer 89 auf jeden Fall in der Führungsgruppe dabei sein wird. Aber es besteht auch Klarheit darüber, dass der Wettbewerb in der kommenden Saison noch härter werden wird.

«Es gibt so viele Fahrer, die einen Grand-Prix gewinnen können. Ich denke, mindestens 7 oder 8 Fahrer sind definitiv siegfähig. Und es wird einer der längsten und größten WM-Kämpfe werden, die es seit langer Zeit im Motocross-Sport gegeben hat. Wenn ich in dieser Saison so abschneide wie letztes Jahr, bin ich dann ein schlechter Racer? Ich denke nicht. Du brauchst auch eine Menge Glück in diesem Sport. Du bist vielleicht genau so schnell wie die Jungs vor dir, aber du findest einfach keinen Platz zum Überholen und wirst deshalb nur Fünfter. Bist du dann ein schlechter Racer, wenn du nur Fünfter geworden bist? Wohl kaum. Dazu kommen dann meist auch noch irgendwelche Verletzungen. Die Verletzungen sind überhaupt das größte Problem in unserem Sport. Du hast einen blöden Crash und quälst dich danach mit den Folgen herum. Das passiert in jeder Saison und deswegen ist es fast unmöglich, etwas vorherzusagen.»

Vor fast genau einem Jahr holte van Horebeek sein ersten Podium der Saison 2014 in Thailand. Der WM-Tross wird in diesem Jahr nicht nach Si Racha zurückkehren, sondern nach Nakhonchaisri, westlich der Hauptstadt Bangkok.

Van Horebeek hofft deshalb, in diesem Jahr früher auf dem Podium zu stehen: Am 28. Februar beginnt die WM in Losail (Katar).

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