Leon Camier (Honda): «Ich hing nur noch am Lenker»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Leon Camier in Donington Park

Leon Camier in Donington Park

Auch wenn Leon Camier nach dem ersten Rennen der Superbike-WM in Donington Park sagte, dass ihm alles weh tut, hat sich der Comeback-Mann aus dem Team Red Bull Honda besser geschlagen als erwartet.

«Mir tut zwar alles weh, aber ich bin glücklich, dass ich das Rennen durchstand», meinte Leon Camier nach Rang 10 im ersten Lauf in Donington Park. Freitagabend war sich der Comeback-Mann nach sechswöchiger Verletzungspause (fünf gebrochene Rippen, Lungenprellung) nicht sicher, ob er die 23 Runden oder 92,529 Kilometer Renndistanz durchhält. «Priorität hatte, dass ich einen guten Rhythmus finde und nicht maximal attackiere. Meine Pace war okay, ich hatte aber nichts mehr in der Hinterhand. Dafür war ich auf der Bremse nicht stark genug. Mit den Richtungswechseln tat ich mir sehr schwer, ich bekam kaum Luft und harte Unterarme. Deshalb versuchte ich so gut wie möglich zu entspannen und durchzuatmen, die letzten drei Runden hing ich aber nur noch am Lenker.»

Die Elektronik-Upgrades, welche Honda für England brachte, erwiesen sich auch im Rennen als brauchbar. «Es gibt Raum für Verbesserungen, etwa wie die Traktionskontrolle und Motorbremse arbeiten, sonst funktioniert sie aber anständig», lobte Camier, der 20,634 sec auf Sieger Michael van der Mark (Yamaha) einbüßte.

Leon Haslam (Kawasaki) kam 0,156 sec vor ihm auf Platz 9 ins Ziel, auf den WM-Zweiten Chaz Davies (Ducati) auf Platz 8 verlor Camier 2,1 sec.

Die beiden Honda-Kollegen Patrick Jacobsen (15.) und Jake Gagne (16.) gingen hingegen unter: Sie verloren 38,8 und 42,5 sec.

Wieder einmal wurde deutlich: Ohne Leon Camier steht Honda im Nirgendwo.

Wo stünde Honda heute ohne deine Verletzung in Aragón, fragte SPEEDWEEK.com. «Das hängt von der Strecke ab», grübelte der 31-Jährige. «Dass ich Assen verpasst habe, stinkt mir gewaltig, dort wären wir sehr gut gewesen. In Donington würde es etwas besser laufen, bezüglich Brünn bin ich mir nicht sicher. Wenn ich auf dem Motorrad sitze, kann ich genau sagen, wie die Elektronik arbeiten und alles funktionieren soll. Ich muss fahren, damit es in die richtige Richtung geht. Ich weiß aber nicht, ob Gagne und Jacobsen auch etwas von meiner Abstimmung haben.»

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