Superbike-WM

Kawasaki und Razgatlioglu – Puccetti-Boss vermittelt

Von - 08.08.2019 07:55

Weil Toprak Razgatlioglu beim 8h Suzuka nicht zum Einsatz kam, ist die Beziehung zu Kawasaki vergiftet. Damit der junge Türke nicht zu Yamaha wechselt, versucht sein Teamchef Manuel Puccetti die Wogen zu glätten.

Toprak Razgatlioglu wird in der Superbike-WM eine große Zukunft prophezeit. Kenan Sofuoglu stellte für seinen großgewachsenen Landsmann die Weichen und verschaffte ihm bei Puccetti Racing edles Kawasaki-Material. Mit sechs Podestplätzen ist der 22-Jährige in der Superbike-WM 2019 als Sechster bester Privatfahrer und liegt keine 30 Punkte hinter dem drittplatzierten Alex Lowes (Yamaha).

Razgatlioglu wurde von Kawasaki für das Suzuka-Werksteam berufen. Weil Sofuoglu nicht nach Japan reisen konnte, unterstützte Teamchef Manuel Puccetti den jungen Türken vor Ort. Anders als für Soufuglo war es für Puccetti kein Drama, dass auf den Einsatz von Razgatlioglu im Acht-Stunden-Rennen verzichtet wurde. Der fünffache Supersport-Weltmeister drohte damit, mit seinem Schützling zu Yamaha zu wechseln.

«Gut aufgenommen wurde es von den beiden nicht, wobei Kenan viel mehr sauer ist als Toprak», sagte Puccetti unseren Kollegen von Corsedimoto. «Kawasaki hat die strategischen Gründe ausführlich per Email an Kenan dargelegt. Im 8h Suzuka zählt nicht nur der reine Speed. Man hat wohl befürchtet, dass Toprak zu aggressiv fahren würde und den Reifen zu viel abverlangt. Die, die für die Taktik verantwortlich waren, sorgten sich um die Unerfahrenheit von ihm bei einer solchen Art von Rennen. Zum Beispiel wenn es darum geht, Überholmanöver an den vielen langsamen Piloten zu managen.»

Für Puccetti ist die Situation schwierig. Wechselt Razgatlioglu zu einem anderen Team oder Hersteller, verliert er den türkischen Verband als Hauptsponsor. Der 42-Jährige ist zuversichtlich, dass er vermitteln kann. «Ich fungiere als Puffer zwischen den beiden Parteien», meinte Puccetti weiter. «Wir warten ein wenig ab, bis sich die Wogen etwas geglättet haben. Ich gehe davon aus, dass sich die Situation in wenigen Tagen klären wird.»

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