Honda lässt Leon Haslam schmoren: Vertrag dauert

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Honda-Werksfahrer Leon Haslam

Honda-Werksfahrer Leon Haslam

Das Honda-Werksteam hat keine Eile mit der Verlängerung des Vertrags von Leon Haslam für die Superbike-Weltmeisterschaft 2021. Insgeheim träumen die Japaner von einem starken MotoGP-Piloten.

Vieles deutet darauf hin, dass das Honda-Werksteam in der Superbike-WM 2021 neben dem Spanier Alvaro Bautista auch mit Leon Haslam weitermacht. Der Engländer hat vor den Rennen in Aragon an diesem sowie dem nächsten Wochenende zwar 19 Punkte weniger auf dem Konto als der WM-Siebte aus Spanien, seine Arbeit wird von der Honda Racing Corporation aber sehr geschätzt.

Honda hat trotzdem keine Eile, den Vertrag mit Haslam zu verlängern. Zwar gibt es theoretisch noch freie Plätze in den Werksteams von Ducati und Yamaha, dort steht der 37-Jährige aber nicht oben auf der Wunschliste.

Und sollte sich doch noch die Möglichkeit ergeben, den dreifachen MotoGP-Sieger Cal Crutchlow in die Superbike-WM zu transferieren, wollen die Japaner Handlungsspielraum haben. Gleichzeitig geht HRC aber davon aus, dass Crutchlow in der Königsklasse bleiben und nächstes Jahr für das Aprilia-Werksteam fahren wird.

Der Schweizer Dominique Aegerter, mit einem Testfahrervertrag von Honda ausgestattet, steht nicht zur Diskussion.

SPEEDWEEK.com setzte sich mit HRC-Teammanager Jaume Colom zusammen, um über die Coronapause und 2021 zu sprechen.

Jaume, Leon Haslam ist optimistisch, dass er für nächstes Jahr im Team bleiben kann. Siehst du das auch so?

Wir sind sehr glücklich mit Leon und Alvaro, sie arbeiten sehr hart und Leon fühlt sich wohl mit dem Team und dem Bike.

Wäre es nicht klug, Haslam frühzeitig einen Vertrag anzubieten? Dann hätte er den Kopf frei.

Wir hatten erst wenige Rennen, es ist zu früh für eine Entscheidung. Wir sind aktuell sehr glücklich mit Leon.

Die Corona-Situation in Europa war von März bis Juli besonders schwierig für die Teams, wie war es in Japan? Konnte entwickelt werden?

Wie in Europa mussten wir auch in Japan aufhören zu arbeiten, etwa eine Woche nachdem es in Europa schlimm wurde. Aber wahrscheinlich gibt es dort momentan weniger Probleme als in Europa. Die Japaner respektieren die Corona-Regeln deutlich mehr als die Menschen in Europa. Sie haben da eine andere Denkweise.

Konnte in Japan auf der Rennstrecke gefahren werden in dieser Zeit?

Nein, leider nicht.

HRC hat mit Stefan Bradl einen schnellen Testfahrer. Würde es nicht Sinn machen, ihn auch für Tests auf dem Superbike einzusetzen?

Ich weiß nicht genau, ob wir ihn benötigen. Es geht auch ums Budget. Der Unterschied zu MotoGP ist, dass dort Prototypen eingesetzt werden. Damit musst du viel mehr testen, als mit einem Superbike.

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