Rätselraten: Woher kam das Öl an Bautistas Honda?

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Alvaro Bautista

Alvaro Bautista

Honda-Werksfahrer Alvaro Bautista hat in Aragon einen Freitag hinter sich, an dem alles schief lief. Trotzdem fuhr der Spanier auf den erstaunlichen vierten Platz und ist für das Superbike-WM-Wochenende zuversichtlich.

Nach 35 Minuten des ersten Trainings am Freitagmorgen hatte Alvaro Bautista mit seiner Honda einen Ausrutscher, die Triple-R bekam aber nur Kratzer ab. Kurz vor Schluss musste der Spanier sein Bike mit technischen Problemen abstellen.

«Es gab ein Problem mit dem Motor, wir mussten ihn wechseln», räumte der Honda-Star ein. «Als ich in FP2 zum ersten Mal rausfuhr merkte ich, dass überall Öl war. Es gab kein Problem mit dem neuen Motor, aber da war das Öl. Bei dem Ausfall am Morgen hat es viel Öl verspritzt und die Mechaniker hatten nicht viel Zeit, um das Motorrad gründlich zu reinigen. Eventuell kam das Öl daher. Aus Sicherheitsgründen entschieden wir, nicht zu fahren. Weil wir nicht genau wussten, wo das Öl herkam.»

Seit vielen Jahren gibt es in der Superbike-WM die Ein-Motorrad-Regel. So kam es, dass Bautista auf das komplette zweite Training verzichten musste. Von den 100 Minuten freies Training am Freitag fuhr er lediglich 35. Trotzdem landete der Vizeweltmeister auf dem starken vierten Platz, nur 0,222 sec hinter der Bestzeit von Aragon-Experte Chaz Davies (Aruba.it Ducati).

«Glücklicherweise haben wir diese Probleme in Aragon, für diese Strecke haben wir viele Daten», erzählte Bautista. «Unsere Abstimmung für Samstag steht, deshalb mache ich mir wegen Freitag keine Sorgen. Wir haben klare Vorstellungen. Das Einzige was uns abgeht, ist der Vergleich der Reifen. Wir konnten nicht schauen, welcher die bessere Performance und Haltbarkeit hat. Über die Renndistanz bauen die Reifen hier stark ab, man muss eine gute Wahl treffen.»

«Unsere größte Stärke in Aragon ist die lange Gerade, weil wir einen sehr starken Motor haben», ergänzte der 35-Jährige. «Dass ich klein bin, hilft auch im Topspeed. Aber das ist keine einfache Strecke, für hier gibt es keine perfekte Abstimmung. Es ist unmöglich, dass die Maschine in den schnellen Kurven perfekt ist und ebenso in den langsamen. Du musst Kompromisse eingehen – unser Motorrad ist recht gut ausbalanciert. Mal sehen, ob wir dieses Wochenende mit den Besten kämpfen können.»

Schreibst du den vierten Platz eher der Tatsache zu, dass ihr vorab in Aragon getestet habt, oder weil euer Motorrad besser geworden ist? «Das Bike wurde besser und ich habe mehr Vertrauen», überlegte der 16-fache Laufsieger. «Wir machen viele winzige Schritte, in Summe machen diese aber einen Unterschied aus. Es habe ja nicht nur ich hier getestet, sondern auch viele andere. Nach und nach erreichen wir die Leistungsfähigkeit des Bikes. Zu Saisonbeginn lagen wir in allen Bereichen daneben, jetzt schließen wir langsam die Lücke.»

Ergebnisse Superbike-WM Aragon FP1/FP2:
Pos Fahrer (Nation) Motorrad FP1 FP2
1 Chaz Davies (GB) Ducati 1:50,543 min 1:51,218 min
2 Michael Rinaldi (I) Ducati 1:50,601 1:51,140
3 Jonathan Rea (GB) Kawasaki 1:50,736 1:50,865
4 Alvaro Bautista (E) Honda 1:50,765
5 Tom Sykes (GB) BMW 1:50,926 1:51,337
6 Loris Baz (F) Yamaha 1:50,979 1:52,175
7 Alex Lowes (GB) Kawasaki 1:51,084 1:51,001
8 Scott Redding (GB) Ducati 1:51,439 1:51,031
9 Michael van der Mark (NL) Yamaha 1:51,060 1:51,548
10 Toprak Razgatlioglu (TR) Yamaha 1:51,516 1:51,097
11 Leon Haslam (GB) Honda 1:51,191 1:51,242
12 Garrett Gerloff (USA) Yamaha 1:51,404 1:52,179
13 Maximilian Scheib (RCH) Kawasaki 1:51,450 1:52,055
14 Federico Caricasulo (I) Yamaha 1:51,987 1:52,886
15 Javier Fores (E) Kawasaki 1:52,013 1:52,214
16 Eugene Laverty (IRL) BMW 1:52,051 1:52,028
17 Marco Melandri (I) Ducati 1:52,133 1:52,527
18 Roman Ramos (E) Kawasaki 1:52,530 1:53,126
19 Sylvain Barrier (F) Ducati 1:52,780 1:53,103
20 Leandro Mercado (RA) Ducati 1:52,995 1:53,077
21 Christophe Ponsson (F) Aprilia 1:53,285 1:53,491
22 Takumi Takahashi (J) Honda 1:54,003 1:53,657
23 Lorenzo Gabellini (I) Honda 1:56,808 1:55,086

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