Jonas Folger (16./BMW): «Es ist hart und quält mich»
In den drei freien Trainings der Superbike-WM in Magny-Cours fuhr Jonas Folger in den Top-15, ab dem Qualifying ging alles schief. Der Bayer aus dem deutschen Team Bonovo MGM BMW ist ratlos.
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Startplatz 19 war der erste Tiefschlag auf dem Circuit de Nevers für Jonas Folger, nur Tati Mercado (MIE Honda) und Loris Cresson (Outdo Pedercini Kawasaki) waren langsamer. Zu Polesetter Jonathan Rea (Kawasaki) fehlen dem 28-Jährigen 2,5 sec. "Ich komme einfach nicht auf Zeiten", meinte Folger am Samstagnachmittag niedergeschlagen. "Ich war in der Superpole mit dem SCX-Reifen gleich schnell wie mit dem Qualifyer. Ich kann mit dem Bike mit Grip einfach nicht fahren, weil ich dann das Vorderrad überlaste und Chattering bekomme."
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Im Rennen setzte sich das Trauerspiel fort, die ersten elf Runden fuhr Jonas auf dem letzten Platz. Dann konnte er Cresson und Kohta Nozane (GRT Yamaha) überholen, der Bayer kam als 16. und mit fast 56 sec Rückstand auf Sieger und WM-Leader Toprak Razgatlioglu (Pata Yamaha) ins Ziel. "Der Start war bescheiden, obwohl die Kupplung jetzt funktioniert", erzählte Jonas. "Ich bin an den langsamen Fahrern, den letzten zwei, nur schwer vorbeigekommen. Mit vollem Tank hat das Motorrad auf der Bremse ziemlich geschoben. Ich habe es ein paar Mal probiert, hätte aber fast einen abgeschossen. Ich bin am kämpfen, ich komme überhaupt nicht klar. Wenn ich alleine meinen eigenen Stiefel fahren kann, geht es irgendwie." Folger hat seine maximal erlaubten zehn Testtage für diese Saison bereits verbraucht, er muss auch bei den restlichen fünf Events nach Frankreich mit dem vorhandenen Material auskommen. "Ich weiß nicht, was wir noch probieren müssen", meinte der Schwindegger frustriert. "Ob es überhaupt ein Setting gibt, das mir taugt. Oder ob etwas grundlegend anders sein muss – ich weiß es nicht. Wir können nur so weitermachen, auch wenn es hart ist und mich quält, wenn ich so Rennen fahre. Aber was soll ich machen? Ich kann nicht einfach absteigen, ich fahre das Rennen natürlich zu Ende. Ich versuche Spaß zu haben, aber das ist auch nicht leicht. Wenn ich auf dem letzten Platz fahre, habe ich keinen Spaß. Es ist schwer und ich habe keine Antworten."
Für das beste BMW-Resultat sorgte Michael van der Mark als Fünfter. Tom Sykes, der sich für den dritten Startplatz qualifiziert hatte, fiel auf den neunten Rang zurück.
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