Iker Lecuona zum SBK-Deal: «Große Herausforderung»
Es war keine große Überraschung, als Honda am Dienstag Iker Lecuona und Xavier Vierge als seine Werkspiloten für die Superbike-WM 2022 bestätigte. Mit dem 21-jährigen Lecuona hat man einen der jüngsten Fahrer im Team.
Wenn die Superbike-WM 2022 beginnt, wird Iker Lecuona 22 Jahre alt sein. Der in diesem Jahr jüngste Stammfahrer, Rookie Axel Bassani (Motocorsa Ducati), ist ein halbes Jahr älter. Der Spanier ist im nächsten Jahr Stand heute der jüngste Pilot. Und dennoch wird dem aus Valencia stammenden Lecuona mehr zugetraut als seinem drei Jahre älteren Teamkollegen.
Lecuona hätte weiter einen Platz im MotoGP-Startfeld verdient, sein Talent ist unbestritten. Beim Misano-GP lieferte er auf der Factory-KTM als Achter sein bisher bestes Qualifying in der Königsklasse ab.
"Es ist gut, dass ich jetzt allen Leuten mein fahrerisches Level zeigen kann. Ich habe seit August in vielen Rennen in den Top-6 oder Top-7 mitgekämpft. Aber am Wichtigsten ist, dass ich durch diese Ergebnisse an Selbstvertrauen gewinne", sagte Iker, der im Rennen stürzte. "Ich fühlte mich auch im Rennen stark, aber das Motorrad hat nicht gut mit dem Heck funktioniert und hatte von der ersten Runde an keinen Grip. Ich wollte aber immer noch um die Top 10 oder zumindest um einige Punkte kämpfen, dann habe ich die Front verloren."
Im Honda-Werksteam in der seriennahen Weltmeisterschaft findet Lecuona ein Motorrad vor, mit dem Podestplätze zunächst schwer zu erreichen sein werden – ein neues Homologationsmodell der Fireblade wird erst für 2023 erwartet.
"Ich werde nächstes Jahr mit HRC in der Superbike-WM antreten. Es wird eine große Herausforderung und ich bin mir sicher, dass es mir viel Spaß machen wird", hofft Lecuano. "Zuerst holen wir aber noch das Beste aus den letzten beiden Rennen der Saison heraus."
Die Herausforderung besteht für Lecuona in vielerlei Hinsicht. Seine Karriere verbrachte er bisher in der Welt der Prototypen, in der Superbike-WM wird mit käuflichen Motorrädern gearbeitet. Dazu kennt der Spanier nicht die Pirelli-Reifen, einige der SBK-Rennstrecken und auch nicht die meisten seiner Gegner.
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