Wo die Superbike-WM ihren Anfang nahm: Donington Park

Von Kay Hettich
Ein Erkennungsmerkmal von Donington sind die weiten, grünen Wiesen

Ein Erkennungsmerkmal von Donington sind die weiten, grünen Wiesen

Nach ihrer vierwöchigen Pause kehrt die Superbike-WM am 16./17. Juli zurück zu ihren Wurzeln. In Donington Park wurden die ersten Rennen der seriennahen Weltmeisterschaft in ihrer heutigen Form ausgefahren.

Die Rennstrecke Donington Park ist Rennsport-Tradition pur. Schon seit 1931 wird auf dem 'Donington Park Circuit' Rennsport betrieben, er ist die erste permanente Rennstrecke Englands. Der Kurs liegt im Herzen Englands, rund 25 Kilometer südwestlich von Nottingham. In den über 80 Jahren wurde der Traditionskurs mehrfach umgebaut, zuletzt 2010.

Für die Superbike-WM ist Donington die Rennstrecke, auf der alles seinen Anfang nahm. 1988 wurde hier das erste Rennwochenende der Serie überhaupt ausgetragen, es gewann der Italiener Davide Tardozzi mit einer Bimota. Von 2002 bis 2006 wurde in Brands Hatch (und Silverstone) gefahren. Dafür fanden 1994 gleich zwei Meetings in Donington statt. Im ersten Jahr der Coronapandemie fand kein Meeting auf der britischen Piste statt, im Jahr 2021 gastierte dort nur die Superbike-Kategorie.

Beeindruckend: Von Lauf 1 im Jahr 2013 bis zum ersten Rennen 2017 dominierte Lokalmatador Tom Sykes (Kawasaki) mit neun Siegen in Serie das Geschehen!

Kawasaki ist mit weiteren Siegen durch Jonathan Rea und Scott Russel mit insgesamt 19 Siegen der erfolgreichste Hersteller in Donington, gefolgt von Ducati (17), Yamaha (11), Honda (7), Bimota (2), Suzuki (1) und BMW (1).  

Der erste Teil des Kurses ist durchgehend schnell und flüssig, mit Steigungen und Gefällen. Die schnellste Kurve ist die 'Craner Curves', die mit rund 190 km/h durchfahren wird. Sie ist benannt nach dem früheren Motorrad-Rennfahrer und Begründer der Rennstrecke, Fred Craner. In dieser schnellen Linkskurve muss das Bike stabil liegen.

Im Gegensatz dazu steht der anspruchsvolle und technische zweite Teil mit engen Spitzkehren, in denen so stark bremsen muss wie auf kaum einer anderen Strecke im Kalender. Besonders langsam sind die enge Schikane, die 'Melbourne Hairpin', die im ersten Gang durchfahren wird, und die Linkskurve 'Goddards'. Sie bieten gute Überholmöglichkeiten und sind die Schlüsselstellen auf der 4023 Meter langen Strecke.

Donington Park – alle Sieger seit 1988
Jahr Lauf 1 Lauf 2 SP-Race
2021 Toprak Razgatlioglu/Yamaha Toprak Razgatlioglu/Yamaha Jonathan Rea/Kawasaki
2019 Jonathan Rea/Kawasaki Jonathan Rea/Kawasaki Jonathan Rea/Kawasaki
2018 Michael vd Mark/Yamaha Michael vd Mark/Yamaha
2017 Tom Sykes/Kawasaki Jonathan Rea/Kawasaki
2016 Tom Sykes/Kawasaki Tom Sykes/Kawasaki
2015 Tom Sykes/Kawasaki Tom Sykes/Kawasaki
2014 Tom Sykes/Kawasaki Tom Sykes/Kawasaki
2013 Tom Sykes/Kawasaki Tom Sykes/Kawasaki
2012 Marco Melandri/BMW Jonathan Rea/Honda
2011 Marco Melandri/Yamaha Carlos Checa/Ducati
2009 Ben Spies/Yamaha Ben Spies/Yamaha
2008 Troy Bayliss/Ducati Ryuichi Kiyonari/Honda
2007 James Toseland/Honda Noriyuki Haga/Yamaha
2001 Neil Hodgson/Ducati Frankie Chili/Suzuki
2000 Colin Edwards/Honda Neil Hodgson/Ducati
1999 Carl Fogarty/Ducati Colin Edwards/Honda
1998 Noriyuki Haga/Yamaha Noriyuki Haga/Yamaha
1997 Aaron Slight/Honda Carl Fogarty/Ducati
1996 Troy Corser/Ducati Troy Corser/Ducati
1995 Carl Fogarty/Ducati Carl Fogarty/Ducati
1994 (2) Scott Russel/Kawasaki Scott Russel/Kawasaki
1994 (1) Carl Fogarty/Ducati Scott Russel/Kawasaki
1993 Scott Russel/Kawasaki Scott Russel/Kawasaki
1992 Raymond Roche/Ducati Carl Fogarty/Ducati
1991 Doug Polen/Ducati Stephane Mertens/Ducati
1990 Fred Merkel/Honda Giancarlo Falappa/Ducati
1989 Fabrizio Pirovano/Yamaha Giancarlo Falappa/Bimota
1988 Davide Tardozzi/Bimota Marco Lucchinelli/Ducati

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