Aprilia RSV4: Was der Kunde für 300.000 Euro bekommt

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Lediglich Aprilia und Ducati bieten Kundenteams für die Superbike-WM 2014 Werksmotorräder an – doch niemand hat Interesse. Alle wollen nach Evo-Reglement fahren.

Um die Kosten zu senken, sehen wir dieses Jahr in der Superbike-WM gleich zwei Neuerungen: Seriennahe Evo-Bikes (mit beinahe Standard-Motor und -Elektronik) werden gegen hochgetunte Superbikes antreten. Außerdem ist erstmals reglementarisch festgeschrieben, dass die Hersteller ihre Werksrenner zu einem festgeschriebenen Preis von 300.000 Euro pro Fahrer und Saison an Kundenteams abgeben müssen.

Doch bislang hat nicht ein Team eine solche Maschine geordert. Jegliche Kundenteams von BMW, Ducati und Kawasaki haben sich für Motorräder in Evo-Konfiguration entschieden.

Als sich dieser Trend abzeichnete wurde schnell klar, dass es überhaupt nur noch zwei Hersteller gibt, die bereit sind Kunden Werksmaterial zu liefern: Aprilia und Ducati.

Ducati hat auch 2014 nur ein Kundenteam: Althea wird Niccolò Canepa aber mit einer Evo-Panigale in die Weltmeisterschaft schicken.

Aprilia würde gerne bis zu drei Kundenbikes in der Startaufstellung sehen, hat bislang aber nicht eines. Althea ging zurück zu Ducati und Red Devils Roma ist pleite. Mit Pedercini wurde lange über die Lieferung einer RSV4 verhandelt, doch der mutmaßliche Sponsor, der dafür bezahlen soll, ist bis heute nicht Fleisch geworden.

Eine RSV4 direkt aus Aprilias Rennabteilung kostet 300.000 Euro, gehören tut sie einem deswegen aber nicht. «In dem Preis ist das Leasing für das Motorrad enthalten sowie festgeschriebene Ersatzteile», erklärte Rennchef Romano Albesiano SPEEDWEEK.com. «Außerdem die Motoren für eine Saison sowie ein gewisser Service von uns. Die Regeln schreiben vor, dass ein Hersteller einem Kunde Material liefern muss, damit er um 300.000 Euro die Saison bestreiten kann. Dieser Passus im Reglement ist sehr vage formuliert, für uns ist es entsprechend schwierig zu kalkulieren.»

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