Yamaha über Krummenacher: Als wäre er nie weg gewesen

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Nach dem Gewinn der Supersport-WM 2019 wechselte Randy Krummenacher zu MV Agusta, fuhr für die Nobelmarke aus Varese aber nur ein Rennen. Yamaha-Rennchef Andrea Dosoli wäre glücklich über seine Rückkehr.

Für MV Agusta war es der große Wurf: Nach dem Titelgewinn 2019 konnte das Team von Andrea Quadranti Weltmeister Randy Krummenacher verpflichten, zum ersten Mal sahen wir beim Saisonauftakt Ende Februar 2020 in Australien eine F3 im Supersport-Feld mit der Nummer 1.

Krummi hatte einen hervorragenden Einstand und qualifizierte sich als Zweiter für das Rennen. Lediglich der spätere Weltmeister Andrea Locatelli, Krummenachers Nachfolger im Team Bardahl Evan Bros Yamaha, war in der Superpole um 0,147 sec schneller.

Im Rennen kam Krummi nicht weit: Crash in der ersten Kurve!

Anschließend kam die fünfmonatige Coronapause und am 10. Juli der Bruch mit MV Agusta Reparto Corse.

Während die anderen Piloten ab Anfang August um WM-Punkte stritten, plante der Zürcher Oberländer seine Rückkehr für 2021.

Seit Anfang Oktober wissen regelmäßige Besucher dieser Website, dass sich Randy intensiv darüber Gedanken macht, wieder Yamaha zu fahren. Bis vor wenigen Tagen deutete vieles daraufhin, dass er 2021 mit dem ehemaligen Ducati-Werksfahrer Davide Giugliano zusammenarbeiten wird. Dieser kümmerte sich die letzten zwei Saisons als Teammanager in der Italienischen Moto3-Meisterschaft um den Auftritt des Motorradherstellers TM, und versucht derzeit ein Team für die Supersport-WM auf die Beine zu stellen.

«Mit Davide konnte ich keine vertragliche Lösung finden, wir haben die Verhandlungen friedlich beendet», sagte Krummi am Freitagnachmittag zu SPEEDWEEK.com «Es gibt mehr als ein Projekt mit Yamaha, nichts ist in Stein gemeißelt.»

Zuvor hatte der 30-Jährige mit Ten Kate Yamaha verhandelt, auch dort kam es zu keiner Übereinkunft.

Wichtig für Krummenacher: Er wünscht sich im Fall einer Entscheidung pro Yamaha eine Crew mit viel R6-Erfahrung und würde gerne auf Moren-Mann Alberto Bonizzi sowie Mechaniker Michele Tavolazzi zurückgreifen. Seine ehemaligen Crew-Mitglieder Manuel Cappelletti und Alessandro Alvisi haben sich dem Vernehmen nach mit dem Giugliano-Team geeinigt.

Egal mit welchem Team sich Krummenacher verbünden wird, Yamaha-Rennchef Andrea Dosoli wäre froh über die Rückkehr des ehemaligen Champions. «Wir erinnern uns an ihn als Yamaha-Fahrer», grinste der Italiener. «Ich werde nächste Woche Davide und Randy um den aktuellen Stand der Dinge in ihren Planungen bitten.»

2018 gab es zum letzten Mal finanziell unterstützte Teams von Yamaha in der Supersport-WM, damals als Promotion für die 2017 eingeführte aktuelle R6.

Seit 2019 bekommen die Topteams laut Dosoli nur noch «Zugriff auf die jüngsten Entwicklungsteile sowie Bonuszahlungen im Erfolgsfall».

Sofern gewisse werbliche Vorgaben erfüllt werden, und ein Team von Yamaha als Topteam eingestuft wird, kann jedes in den Genuss dieser Vergünstigungen kommen. Ein Vertrag mit Krummi zählt als starkes Argument.

Fest steht für den 6-fachen Laufsieger: Er wird zu keinem Team Geld mitbringen. «Es gibt auch noch andere Meisterschaften als die WM, auch wenn ich mit der WM noch nicht fertig bin. Ich bin im besten Alter, um Höchstleistungen zu bringen – aufhören tue ich nicht.»

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