Enttäuschung bei Triumph: Rückzieher von Krummenacher

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Triumph muss ein neues Aushängeschild suchen

Triumph muss ein neues Aushängeschild suchen

Der ehemalige Supersport-Weltmeister Randy Krummenacher hatte von Triumph einen unterschriftsreifen Vertrag vorliegen. Teamchef Simon Buckmaster erklärt, weshalb sich der Schweizer doch anders entschieden hat.

In den ersten Dezember-Wochen kündigte sich ein Sensationstransfer von Randy Krummenacher, Supersport-Weltmeister 2019, in die Britische Supersport-Serie an.

Am 30. November hatte Triumph offiziell den werksseitigen Einstieg in die Supersport-Klasse bestätigt und ging dafür ein Bündnis mit dem Team Performance Technical Racing von Simon Buckmaster ein.

Generalprobe für die 765 Street Triple RS ist 2021 in der Britischen Supersport-Meisterschaft. Krummi hätte zwar die bittere Pille schlucken müssen, nächste Saison nur BSS zu fahren, doch dieses eine Jahr wäre nichts anderes gewesen als Vorbereitung für den WM-Einstieg 2022.

Die Verhandlungen zwischen Buckmaster und Krummenacher waren so weit vorangeschritten, dass der 30-Jährige einen unterschriftsreifen Vertrag vorliegen hatte. Alle Parteien gingen davon aus, dass der Rest Formsache ist.

Dann kam alles anders.

«Bis kurz vor Weihnachten haben Randy und ich mehrmals täglich über WhatsApp geschrieben und miteinander telefoniert», erzählte Buckmaster SPEEDWEEK.com. «Dann erzählte mir Randy, dass er sich wegen Covid-19 und möglichen Reisebeschränkungen große Sorgen mache. Er befürchtete, dass er im UK festsitzen und das Auswirkungen auf seine Arbeit haben könnte.»

Buckmaster schätzt die Situation anders ein: «Die britische Saison beginnt erst im Mai, vor April gibt es keine Tests und die Teams dürfen auch nicht außerhalb des UK testen. Bevor die Saison beginnt, wird es vier Tests geben, alle im April. Bis dahin werden im UK sehr viele Menschen geimpft sein, die Regierung macht das jetzt im großen Rahmen. In der EU müssen sich 27 Länder einigen, wer den Impfstoff zuerst bekommt, wir sind alleine. Ich glaube nicht, dass Reisen bis April noch ein Problem sein werden, wegen des Impfstoffs. Randy macht sich deswegen aber Sorgen, das muss ich akzeptieren. Er hat mir in einigen Dingen geholfen und ist sehr geradeheraus – er hat sich jetzt schlicht anders entschieden. Ich bin ihm deswegen auch nicht böse, er hat nichts falsch gemacht. Wir waren kurz vor der vertraglichen Einigung, er hatte aber noch nichts unterschrieben. Während unserer Gespräche hat sich die Situation mit Covid-19 in Europa deutlich verschlechtert, deshalb kann ich seine Argumente nachvollziehen.»

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