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Marcel Schrötter (MV Agusta): Das war ein guter Plan

Winzige 0,079 sec trennen die Top-4 am Freitag nach den beiden freien Trainings der Supersport-WM in Mandalika/Indonesien. Ohne Ausritt wäre Marcel Schrötter mit seiner MV Agusta F3 800 überragende Bestzeit gefahren.

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Marcel Schrötter verliert in der kombinierten Zeitenliste aus FP1 und FP2 am Freitag lediglich 0,079 sec auf die Bestmarke von WM-Leader Nicolo Bulega (Aruba Ducati) – und wurde Vierter. Denn Can Öncü (Kawasaki Puccetti) und Niki Tuuli (Dynavolt Triumph) konnte sich noch dazwischen quetschen.

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Schrötter zog sich bei 33 Grad Celsius im Schatten gerade für eine Abkühlung im Plantschbecken hinter der Box von MV Agusta aus, als SPEEDWEEK.com ihn abfing.

In seiner schnellsten Runde lag der Bayer nach drei von vier Sektoren 0,264 sec voraus, verbremste sich dann aber in der letzten Kurve. "Das ist eine schwierige Kurve, weil du so lange in Schräglage anbremst", erklärte der 30-Jährige, der vor den Rennen in Indonesien auf dem dritten WM-Rang liegt. "Dadurch, dass die Strecke abseits der Spur immer noch sehr sehr rutschig ist, musst du die Linie genau treffen. Aber oft kommst du da an und denkst dir danach, dass du einiges später hättest bremsen können. So ging es mir die ganze Zeit, dann habe ich am Schluss einfach später gebremst. Ich bin dann aber so schnell von der guten Linie abgekommen, dass ich keinen blöden Sturz riskieren wollte. Also habe ich das Motorrad aufgerichtet und bin neben die Strecke."

"Ich fühle mich wohl und habe mich schon in Australien immer besser gefühlt", meinte Marcel. "Die Bedingungen sind so speziell, dass keiner einen Vorteil hat. Es geht eher darum, wer mit den Bedingungen besser zurechtkommt. Ich bin im FP1 mit Absicht später raus, weil ich mir kein schlechtes Gefühl einfahren wollte. Lieber weniger und bessere Runden. Das war ein guter Plan, mir ist dann nur leider komplett der Vorderreifen eingegangen und ich konnte nicht mehr nachlegen. Aber die Bedingungen werden jetzt immer besser, solange kein Regen kommt. Es ist schön zu sehen, dass die ersten zwei oder drei zumindest bis jetzt nicht so überlegen sind. Ich weiß aber nicht, ob die auch mit einem weichen Reifen voll auf Attacke gingen."

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Die fünf Hersteller Ducati, Kawasaki, Triumph, MV Agusta und Yamaha sind am Freitag in den Top-5 nur durch 0,161 sec getrennt, lediglich Honda hinkt weit hinterher. Ist damit die in Australien aufgekommene Diskussion über die Balance zwischen den Motorrädern hinfällig?

Für Schrötter haben der Motorrad-Weltverband FIM und Promoter Dorna die Balance-Regel sehr gut hinbekommen. "Letztes Wochenende waren auf einer Highspeed-Strecke vier verschiedene Motorräder vorne", analysierte der Süddeutsche. "Ein Bike ist auf der Geraden ein bisschen schneller als die anderen, dafür haben andere ein extrem gutes Chassis. Durch die unterschiedlichen Mindestgewichte kommt auch alles näher zusammen. Das schaut ganz gut aus."

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