Calia schmeißt hin – ab Lausitzring keine Suzuki?

Von Sascha Weingrill
Superstock-1000-EM
Kevin Calia kam mit der neuen Suzuki GSX-R 1000 nie an seine früheren Ergebnisse heran

Kevin Calia kam mit der neuen Suzuki GSX-R 1000 nie an seine früheren Ergebnisse heran

Die Titelträume mit der neuen Suzuki GSX-R in der Superstock-1000-EM sind zerplatzt: Kevin Calia und Phoenix Racing gehen getrennte Wege.

Kevin Calia gilt in Italien als Talent. 2012 wurde der 22-Jährige Champion der italienischen Moto3-Serie, die CIV Superbike beendete er 2014 als Dritter, 2016 als Zweiter. Den hart umkämften Superstock-1000-Cup beendete Calia im selben Jahr mit Aprilia auf dem dritten Rang.

Für 2017 wurde der Italiener von Phoenix Racing in Versuchung geführt. Das Team stieg zwar neu in die Superstock-Serie ein, setzte aber von Beginn die neue Suzuki GSX-R ein, die mit viel Vorschusslorbeeren angekündigt wurde. Calia ging mit dem Vorsatz in die Saison, die Meisterschaft zu gewinnen.

Doch die Ergebnisse auf der brandneuen Suzuki GSX-R 1000 blieben aus. Nur mickrige sieben Punkte aus fünf Rennen konnte der aus Castel San Pietro Terme stammende Calia ergattern. Zu wenig. Team und Pilot einigten sich nach dem Meeting in Misano auf eine vorzeitige Vertragsauflösung.

Die Saison stand schon früh unter keinem besonderen Stern, da das neue Arbeitsgerät von Suzuki erst kurz vor den Tests im Februar beim Team eintraf. Somit hatte man kaum Zeit, das Motorrad gewissenhaft abzustimmen. Bereits beim ersten Meeting in Aragón konnte man mit Platz 16 nicht punkten, noch dazu stürzte der junge Italiener bereits in der Einrollrunde im Qualifying. Auch in Assen fuhr Calia mit Rang 17 nicht in die Punkteränge. Mit den Plätzen 14 (trotz Durchfahrtsstrafe) und 12 in den beiden nächsten Rennen zeigten sich leichte Fortschritte. Doch nach einem technischen Ausfall in Misano folgte nun die einvernehmliche Trennung.

Dabei fährt die Suzuki GSX-R in den USA mit Toni Elias von Sieg zu Sieg, auch beim 8h Suzuka präsentierte sich das Yoshimura-Team einen vorzüglichen Speed!

Somit wird der ehemalige Teilnehmer des Red Bull Rookies-Cup und der Moto3-WM in dieser Saison auch nicht mehr in der italienischen Superbike-Meisterschaft für das Phoenix Suzuki-Team antreten. Bereits am vergangenen Wochenende war der aus Imola stammende Italiener, beim Meeting in Misano zum Zuschauen verdammt.

Ein Nachfolger für Calia in der Superstock-1000-EM ist aktuell noch nicht gefunden. Ob bis zur nächsten Runde am Lausitzring vom 18. bis 20. August ein Pilot für verpflichtet wird, steht noch nicht fest.

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