Markus Reiterberger: «Hoffentlich kein Schmarrn»

Von Ivo Schützbach
Superstock-1000-EM
Titelfavorit Markus Reiterberger

Titelfavorit Markus Reiterberger

Als Einziger der Spitzenpiloten fuhr Markus Reiterberger beide Freitag-Trainings der Superstock-1000-EM in Magny-Cours mit einem Satz Reifen. «Dafür ist Platz 4 nicht so schlecht», meinte der BMW-Pilot.

Der EM-Zweite Roberto Tamburini (Berclaz BMW) beendete die zwei freien Trainings am Freitag als Schnellster, ihm folgen innerhalb 0,186 sec Maximilian Scheib (Aprilia), Federico Sandi (Ducati) und Markus Reiterberger (alpha Racing Van Zon BMW).

«Wir sind wie schon die ganze Saison das Training am Freitag mit einem Satz Reifen gefahren», erzählte Reiti. «Weil ich im ersten Training fast eine Renndistanz drauffuhr, liebäugelten wir für das zweite Training mit einem neuen Satz Reifen. Wir haben uns aber dagegen entschieden. Uns war es wichtiger zu verstehen, wie sich der Luftdruck beim gebrauchten Reifen entwickelt. Ich fuhr trotzdem bis zum Schluss 1:40er-Zeiten, das ist von der Rennpace super. Der einzige Nachteil ist die Position, nur Vierter. Aber ich liege nur knapp 2/10 hinter dem Ersten, das ist zu verkraften. Ein neuer Reifen macht hier eine halbe Sekunde aus.»

Der Obinger gegenüber SPEEDWEEK.com weiter: «Das Moped fühlt sich super an, ich wünsche mir nur ein bisschen mehr Grip bei heißen Bedingungen, aber die nächsten zwei Tage soll es eh nicht so heiß werden.»

Sollte Tamburini das Rennen am Sonntag (Start 11.40 MESZ) gewinnen, reicht Reiterberger Platz 8 zum Titelgewinn. Gewinnt der drittplatzierte Scheib, ist sogar Platz 9 genug.

Wie sieht die Taktik für das Rennen aus? «Ich verfolge die gleiche Strategie wie immer», hielt Reiti fest. «Ich versuche auf Pole-Position zu fahren, einen guten Start zu machen und wegzufahren. Wenn das nicht geht, kämpfe ich mit den anderen, wie ich es immer mache. Ich gehe es an, wie jedes andere Wochenende, wobei ich aber schon mehr an die Meisterschaft denke. Hoffentlich hält alles und ich mache keinen Fehler. Und was man nicht vergessen darf: Jeder will die Meisterschaft gewinnen. Ich glaube nicht, dass die Jungs so drauf sind, aber man kann ja immer mal einen Rempler kriegen. Das darf man nicht außer Acht lassen. Die Haarnadelkurve nach der Gegengerade ist richtig eng. Wenn sich da einer in der ersten Rune vertut, der räumt alle ab. Das ist saugefährlich, ich hoffe, dass alle fair bleiben und keiner einen Schmarren macht.»

Teamkollege Jan Bühn (+1,283 sec) wurde Neunter.

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