MotoGP: Das hatte Ducati anders geplant

Langstrecke: Schuh, Götz und Skibbe auf dem Podium

Sebastian Skibbe, Michael Götz und Martin Schuh (v.l.)

Sebastian Skibbe, Michael Götz und Martin Schuh (v.l.)

Martin Schuh, Sebastian Skibbe und Michael Götz holten sich beim dritten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring den dritten Platz.

Am vergangenen Wochenende starteten die Yamaha-Piloten Martin Schuh (Siegen/ Team DMV Romero/MSC Freier Grund) und der 18-jährige Sebastian Skibbe (Köln/TEAM DMV Romero/MSC Portz) beim dritten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Grand Prix Kurs des Nürburgrings. Anstelle von Christoph Drobe (Bad Laasphe), der leider am Wochenende nicht teilnehmen konnte, wurde kurzerhand Michael Götz (Hadamar/Yamaha/MSC Freier Grund) ins Team berufen, obwohl «Götzi» seit dem Yamaha-Cup-Finale in Hockenheim 2009 kein Rennmotorrad mehr bewegt hat und sich im Rennfahrerruhestand befindet.

Eingesetzt beim Rennen wurden zwei Yamaha-R6-Cup-Maschinen aus der Saison 2009, welche für das Langstreckenrennen aufgrund des Reglements leicht modifiziert werden mussten. Das Team rund um die samt ehemaligen Yamaha-R6-Cup-Piloten startete in der Klasse 3 (Supersport/Rennmotorräder bis 600ccm/maximal 140 PS). Nach einigen Abstimmungsarbeiten im freien Training hiess es nach dem Qualifying Startplatz 7 für die ehemaligen Yamaha-Cuppies.

Der Start des 6-Stunden-Rennens erfolgte unter trockenen Streckenbedingungen um 11.00 Uhr am Sonntag nach Le-Mans-Art. Als erster Fahrer startete Michael Götz aus Hadamar und konnte sich in den ersten Runden bei den anfänglichen Zweikämpfen durchsetzen. Nach cirka 60 Minuten erfolgte der erste planmässige Boxenstopp und Sebastian Skibbe übernahm den nächsten Turn. Als dritter Fahrer wiederum nach ca. 40 Minuten stieg Martin Schuh in das Rennen ein.

Bei den anschliessenden Boxenstopps arbeitete das Team rund um die drei Fahrer schnell und zuverlässig und konnte alle Stopps im geplanten Zeitfenster absolvieren. Im Verlauf des Rennens kämpfte sich die starke Truppe der ehemaligen Cup Fahrer auf Podestnähe vor und konnte sogar kurzfristig die Führung in ihrer Klasse übernehmen. Leider konnte das Team am Wochenende nur auf zwei Cup-Motorräder für das Rennen zurückgreifen und verlor so bei den Boxenstopps gegenüber den Teams mit drei Einsatzmotorrädern doch mehrere Sekunden.

In der letzten Stunde wurde noch einmal ein Fahrerwechsel von Schuh auf Skibbe durchgeführt. Nach diesem Wechsel rutsche das Team auf den vierten Platz zurück, doch Skibbe konnte mit hohem Risiko durch schnelle Rundenzeiten den Vorsprung zu den Drittplatzierten Runde für Runde verkleinern. Eine halbe Stunde vor Rennende überholte Skibbe die Drittplatzierten und baute ein beruhigendes Zeitpolster aus.

Das ganze Team mit den vielen Helfern fieberte an der Boxenmauer mit und freute sich jubelnd nach harten sechs Stunden, als Skibbe auf Rang drei die Ziellinie überquerte und einen beachtlichen Podiumsplatz sicherte. Bei der Siegehrung auf dem Podest liessen sich die Fahrer eine ordentliche Sektdusche nicht nehmen und gaben einstimmig zu: «Es war heute hart, aber hat riesig Spass gemacht und wir stehen hier auf dem Podium. Die Fahrer und Teamkonstellation hat wieder gut zusammengepasst. Grosser Dank ans Team. Alles super.»
 

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