Horst Saiger: Von Klassiker zu Klassiker

Von Helmut Ohner
Strassensport Sonstiges
Saiger begeisterte im Vorjahr die Zuschauer beim NW200

Saiger begeisterte im Vorjahr die Zuschauer beim NW200

Als Spezialist für Langstrecken- und Straßenrennen hetzt der Österreicher Horst Saiger von einem Rennsportklassiker zum nächsten.

Gerade erst von der 77. Auflage des Bol d’Or zurück, bei dem Horst Saiger mit seinen Kollegen Marc Wildisen und Jose Manuel Luis Mita im Team von Bolliger Kawasaki Switzerland beim Langstrecken-Klassiker nach zahlreichen Problemen auf dem 17. Platz die Zielflagge gesehen hatte, laufen bereits die letzten Vorbereitungen für das North West 200, bei dem der Österreicher im Vorjahr als Neuling mit dem zehnten Rang im zweiten Superstock-Rennen für Aufsehen gesorgt hatte. Ein von einem Gegner aufgewirbelter Stein, der sein Helmvisier durchschlagen hatte, verhinderte im Hauptrennen eine noch bessere Platzierung.

Die sehenswerte Vorstellung des in Lichtenstein lebenden Steirers bewog den Veranstalter, ihn auch für dieses Jahr unbedingt verpflichten zu wollen. Renndirektor Mervyn White reiste letzten November eigens nach China zum Macau Grand Prix, um mit dem 41-jährigen Kawasaki-Piloten noch vor Ort alles unter Dach und Fach zu bringen. «Mervyn und ich waren uns rasch handelseinig. Er hat mir sogar seine Hilfe angeboten, wenn ich kein eigenes Team zustande bekommen hätte. Weil es aber eine einzigartige Veranstaltung ist, wollte ich ohnedies nochmals beim North West 200 dabei sein», berichtet Saiger.

Ohne die Unterstützung von Kawasaki Schweiz und Kawasaki Deutschland wäre es Saiger allerdings nicht möglich gewesen, einen Start ins Auge zu fassen. Auch sein Arbeitgeber Adi Wohlwend, selbst ein ambitionierter Hobby-Rennfahrer, zeigt viel Verständnis für die Aktivitäten des immer zu Späßen aufgelegten Motorrad-Mechanikers. «Wie die vergangenen Jahre ist es mit der Vorbereitung wieder knapp geworden. Es mussten die Motorräder aufgebaut, die Ersatzteile besorgt und das benötigte Geld aufgetrieben werden. Die letzten Wochen waren deshalb überaus stressig und es gab einige schlaflose Nächte.»

Nach dem gelungenen Debüt hat sich Saiger für heuer auf dem 14,44 Kilometer langen Dreieckskurs zwischen den Städten Portrush, Portstewart und Coleraine im Norden Irlands einiges vorgenommen. «Ich werde mit meiner Kawasaki ZX-10R, an der ich nur die Ventile eingestellt und die Steuerzeiten verändert habe, an den Superstock- und Superbike-Rennen teilnehmen. Auch wenn es mit einem serienmäßigen Motorrad auf dieser Hochgeschwindigkeitskurs nicht leicht sein wird, ist mein Ziel jeweils ein Platz in den Top-10.»

Unmittelbar nach Irlands größter Freiluftveranstaltung geht es für ihn zurück nach Lichtenstein, um einige Tage in der Werkstätte von Adi Moto zu arbeiten, erst dann geht es weiter zur Tourist Trophy auf die Isle of Man. «Das ist halt das aufregende Leben eines Rennfahrers, der sich zwischen den Rennen auch ums Geldverdienen kümmern muss», schmunzelt Saiger.

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